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Georg Pazderski will Parteivorsitzender werden

Berlins AfD-Landeschef Georg Pazderski will Parteivorsitzender werden

Fast galt es als ausgemacht, dass die AfD von einer Doppelspitze Meuthen-Holm angeführt werden soll. Doch daraus wird nichts. Leif-Erik Holm hat sich aus dem Rennen zurückgezogen. Stattdessen kandidiert Berlins AfD-Landeschef Georg Pazderski.

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Georg Pazderski, Landesgeschäftsführer der AfD Berlin.

Quelle: imago/Metodi Popow

Berlin. Der Berliner AfD-Landesvorsitzende Georg Pazderski (66) kandidiert für den Bundesvorsitz der AfD. Pazderski, der auch Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus ist, sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen habe ich mich jetzt entschieden, am Wochenende für eine Sprecherposition an der Spitze der AfD zu kandidieren. Mein Ziel ist es, die AfD in enger Abstimmung mit den Landesverbänden sowie den Fraktionen im Bund und den Ländern in ihrem Professionalisierungskurs zu stärken, so dauerhaft in Deutschland als starke Kraft zu etablieren und mittel- bis langfristig zu einem politischen Player zu machen, an dem kein Weg mehr vorbei führt.“

Am Wochenende wählt die AfD in Hannover einen neuen Bundesvorstand. Es wird damit gerechnet, dass sich die Delegierten wieder für eine Doppelspitze entscheiden. Zurzeit führt Jörg Meuthen nach dem Austritt der Co-Vorsitzenden Frauke Petry die Partei allein. Meuthen wird wieder kandidieren. Einzelne Vorstandsmitglieder möchten ihn als alleinigen Parteichef. Diesem Vorschlag des Landesvorsitzenden von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, müssten allerdings zwei Drittel der Delegierten zustimmen.

Bundestags-Fraktionschef Alexander Gauland hat sich für eine Doppelspitze Meuthens mit Leif-Erik Holm ausgesprochen. Holm führt den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. „Für mich ist entscheidend, dass an der Spitze der AfD Ost und West sowie konservativere und wirtschaftsliberalere Positionen abgebildet sind“, sagte Gauland. Auch Pazderski repräsentiert mit Berlin einen ostdeutschen Landesverband. Holm will jedoch nicht antreten. Dem RND sagte er: „Ich habe mich entschieden, nicht für das Amt des Bundessprechers zu kandidieren. Als Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern und stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion habe ich bereits wichtige Aufgaben übernommen. Als Vater von zwei kleinen Kindern ist es mir sehr wichtig, neben der Politik auch noch Zeit für meine Familie zu haben. Dies wäre zeitlich nur schwer mit einer so verantwortungsvollen Aufgabe zu vereinen.“

Pazderski will die AfD als Partner für Mitte-Rechts-Koalitionen etablieren. Er betonte gegenüber dem RND „ausdrücklich auch die Option, Regierungsverantwortung zu übernehmen“. Für Padzerski als Parteichef sprachen sich die Bundestags-Fraktionsvizes Beatrix von Storch und Roland Hartwig aus. Von Storch sagte dem RND: „Georg Pazderski gehört zu den profilierten Landespolitikern der AfD und steht klar und glaubwürdig für einen bürgerlich-konservativen Kurs.“ Hartwig sagte: “Georg Pazderski ist der richtige Mann, die verschiedenen Fähigkeiten und Strömungen in einer Doppelspitze so zu einem Miteinander zu bündeln, dass die AfD sich dauerhaft als eine konservative Volkspartei in Deutschland etabliert.“

Von Jan Sternberg/RND

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