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Deutschland / Welt Führende CDU-Politiker wollen Koch in der Politik halten
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19:09 03.07.2010
Roland Koch hatte Ende Mai seinen Abschied aus der Politik angekündigt. Quelle: dpa

Führende Unionspolitiker haben sich dafür ausgesprochen, dass der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) in der Politik bleiben soll. Koch müsse „unbedingt in der Politik“ gehalten werden, sagte der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber dem „Spiegel“ nach einem Vorabbericht von Samstag mit Blick auf Kochs „eindrückliche Rede“ vor der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten.

Ähnlich äußerte sich der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok. „Roland Koch hat eine überragende Fähigkeit in wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen. Deswegen würde ich ihn in der Politik halten.“ Nachdem Christian Wulff am Mittwoch in der Bundesversammlung auch im zweiten Wahlgang gescheitert war, hatte Koch eindringlich vor der Unionsfraktion für den Kandidaten geworben. Er bekam dafür deutlich mehr Applaus als Merkel, deren Rede von vielen Delegierten als zu kühl und technisch kritisiert wurde. Koch hat Ende Mai seinen Abschied aus der Politik angekündigt.

Der Chef der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung Josef Schlarmann forderte Merkel auf, Partei und Regierung umzubauen. „Der kleine Kreis um Frau Merkel kann nicht all die schwierigen Fragen lösen, die im Moment anstehen. Sie muss Partei und Regierung personell besser aufstellen“, sagte er.

Der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand kritisierte, im Kanzleramt herrsche derzeit eine „Bunkermentalität“. Inhaltliche Vorschläge würden nicht sachlich bewertet, sondern nach der Frage, ob man als Freund oder Feind des Merkel-Lagers gelte. „Ein solcher Umgang schadet der Union, und letztlich auch unserer Arbeit für das Land“, sagte Brand.

Nach „Spiegel“-Informationen hatten die Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein und Sachsen, Peter Harry Carstensen und Stanislaw Tillich, während der Bundesversammlung eine Sondersitzung des CDU-Präsidiums verlangt, um über die Gründe des zweimaligen Scheiterns von Wulff zu beraten. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und Unionsfraktionschef Volker Kauder hätten dies aber abgelehnt.

afp/apd

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