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Deutschland / Welt Front National schließt Jean-Marie Le Pen aus
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08:59 21.08.2015
Jean-Marie Le Penn. Quelle: dpa
Nanterre

Nach erbittertem Streit hat die rechtsextreme französische Front National (FN) ihren Gründer Jean-Marie Le Pen ausgeschlossen. Dies entschied das Exekutivbüro am Donnerstag in Nanterre bei Paris mit der nötigen Mehrheit. Die Parteispitze um seine Tochter Marine Le Pen hatte sich bereits im Frühjahr von dem 87-Jährigen losgesagt, nachdem dieser die Gaskammern der Nazis erneut als "Detail der Geschichte" verharmlost hatte.

Jean-Marie Le Pen äußerte sich empört über den Ausschluss. Er sei "Opfer eines Hinterhalts", sagte er im Sender iTélé und kündigte an, gegen die Entscheidung erneut vor Gericht zu ziehen. Dort hatte Le Pen zuletzt mehrere Erfolge gegen seine Tochter errungen. So hatte die Partei seine Mitgliedschaft bereits im Mai ausgesetzt. Die Justiz erklärte dies aber aus formalen Gründen für nichtig.

Hinter dem Familienkrach steckt ein Macht- und Richtungsstreit. Marine Le Pen bemüht sich seit Jahren, der Rechtsaußen-Partei mit einer gemäßigteren Wortwahl ein bürgerliches Image zu verschaffen. Mit ihrem Kurs fuhr sie einige der besten Wahlergebnisse der Parteigeschichte ein.

Jean-Marie Le Pen hatte die französischen Rechtsextremen von 1972 bis 2011 mit straffer Hand geführt. Sein größter Erfolg war der Einzug in die Stichwahl um die Präsidentschaft im Jahr 2002. Wegen der über Jahrzehnte mehrfach wiederholten Bemerkung über die Gaskammern und andere Ausfälle war er immer wieder verurteilt worden.

Parteiinterne Unterstützer von Jean-Marie Le Pen zeigten sich bestürzt über den Ausschluss. Dieser sei "moralisch extrem schockierend", sagte der FN-Europaabgeordnete Bruno Gollnisch dem Sender BFMTV. Le Pens Anwalt Joachim vertritt die Auffassung, dass der 87-Jährige selbst bei einem Ausschluss weiterhin Ehrenvorsitzender der Partei bleibe - und damit auch an der bevorstehenden FN-Sommerakademie teilnehmen könne. Die Konfrontation zwischen Jean-Marie und Marine Le Pen dürfte also noch nicht vorbei sein.

dpa

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