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Diese Juso-Vorsitzenden prägten die deutsche Politik

Bekannte Jungsozialisten Diese Juso-Vorsitzenden prägten die deutsche Politik

Der Bundesvorsitzende der Jungsozialisten, Kevin Kühnert, bekommt mit seinem Kampf gegen die GroKo derzeit mehr Aufmerksamkeit, als vielen Genossen in der Mutterpartei lieb sein kann. Auch viele seiner Vorgänger haben es der SPD schwer gemacht. Darunter Altkanzler Gerhard Schröder und Andrea Nahles.

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Juso-Vorsitzende damals und heute: Gerhard Schröder 1979 und Kevin Kühnert 2018.

Quelle: dpa/RND-Montage

Berlin. Stets im Nacken der Mutterpartei: Die Geschichte der Jusos begann 1904 mit den Arbeiterjugendvereinen. Im Zuge der 68er-Bewegung entwickelten sie sich zu einer relativ unabhängigen, linken Organisation. Der SPD-Nachwuchs hilft im Wahlkampf, setzt aber auch inhaltlich Akzente – und macht der SPD immer wieder das Leben schwer. So wie aktuell der 28 Jahre alte Kevin Kühnert mit seinem Kampf gegen eine Neuauflage der GroKo. Viele ehemalige Juso-Vorsitzende haben später in der Partei Karriere gemacht, andere wandelten sich gehörig. Eine Auswahl:

Gerhard Schröder

Verstand sich einst als Marxist, oder sagte das jedenfalls. 1963 tritt er in Göttingen in die SPD ein, sein Engagement bei den dem Jusos bringt ihm von 1978 bis 1980 den Posten des Bundesvorsitzenden ein. Zehn Jahre später ist er schon Ministerpräsident Niedersachsens, ab 1998 Bundeskanzler – und zwar einer, an dem die linken Jusos sich kräftigt abarbeiteten.

Auf dem Bundeskongress der Jungsozialisten in Aschaffenburg am 1

Auf dem Bundeskongress der Jungsozialisten in Aschaffenburg am 1. April 1979 wurde Gerhard Schröder zum neuen Vorsitzenden der SPD-Jugendorganisation gewählt.

Quelle: dpa

Andrea Nahles

Die einst leidenschaftliche Gegnerin vom ehemaligen Parteichef Gerhard Schröder, hat den Juso-Vorsitz von 1995 bis 1999 inne. Als „Abrissbirne der SPD-Programmatik“ beschimpfte sie Schröder 1998. Obwohl Nahles noch immer als „Schnodderschnauze“ bekannt ist, hat sie ihre stürmischen bis krawalligen Juso-Zeiten lange hinter sich gelassen. Bis vor kurzem war die 47-Jährige Arbeitsministerin, ist Chefin der SPD-Fraktion im Bundestag – und soll jetzt als Nachfolgerin von Martin Schulz Parteivorsitzende werden.

Die Juso-Vorsitzende Andrea Nahles spricht auf dem SPD-Parteitag in Mannheim am 14

Die Juso-Vorsitzende Andrea Nahles spricht auf dem SPD-Parteitag in Mannheim am 14. November 1995.

Quelle: dpa

Niels Annen

Beschimpfte Kanzler Gerhard Schröder als „Genosse der Bosse“ und kämpfte gegen das Reformprogramm Agenda 2010. Von 2001 bis 2004 stand er an der Juso-Spitze. Seit 2003 ist er Mitglied des SPD-Parteivorstands, seit 2005 sitzt er im Bundestag.

Der Bundesvorsitzende der Jungsozialisten (Jusos), Niels Annen, spricht am 9

Der Bundesvorsitzende der Jungsozialisten (Jusos), Niels Annen, spricht am 9. März 2003 auf dem Bundeskongress seiner Partei im Messe-Centrum Bremen (CCB).

Quelle: dpa

Johanna Uekermann

War schon 2013 Gegnerin der Großen Koalition. Kevin Kühnerts Vorgängerin, die 2013 bis 2017 Juso-Chefin war, machte vor allem durch Angriffe auf den damaligen Parteichef Sigmar Gabriel Schlagzeilen. Im Vorstand der SPD hat sie gerade gegen die GroKo gestimmt.

Johanna Uekermann (SPD), damals Juso-Bundesvorsitzende, spricht am 05Dezember 2014 in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) beim Juso-Bundeskongress 2014

Johanna Uekermann (SPD), damals Juso-Bundesvorsitzende, spricht am 05.Dezember 2014 in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) beim Juso-Bundeskongress 2014.

Quelle: dpa

Heidemarie Wieczorek-Zeul

Als erste Frau wird sie 1974 an die Juso-Spitze gewählt. Der Spitzname „Rote Heidi“ spricht für sich, stand der Karriere aber nicht im Weg. Von 1993 bis 2005 war sie SPD-Vizechefin, von 1998 bis 2009 Entwicklungsministerin, erst unter Schröder, dann in Angela Merkels (CDU) erster großer Koalition.

Die damalige Bundesvorsitzende der Jungsozialisten, Heidemarie Wieczorek-Zeul, spricht während des Bundeskongresses der Jusos in Dortmund im Mä

Die damalige Bundesvorsitzende der Jungsozialisten, Heidemarie Wieczorek-Zeul, spricht während des Bundeskongresses der Jusos in Dortmund im März 1976.

Quelle: dpa

Hans-Jürgen Wischnewski

Der 2005 gestorbene Sozialdemokrat ist als „Held von Mogadischu“ bekannt, weil er 1977 als Staatsminister im Kanzleramt der entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ bis nach Somalia nachreiste und vermittelte. Den Juso-Vorsitz hatte er von 1959 bis 1961 inne.

Von RND/dpa

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