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07:29 27.12.2016
Laut UN sind in Syrien derzeit 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – 90 Prozent davon benötigen medizinische Versorgung. Quelle: dpa
Berlin

„Nachdem die internationale Staatengemeinschaft dem Morden und Bombardieren so hilflos zugeschaut hat, muss es jetzt einen humanitären Großeinsatz für die Menschen aus Aleppo geben“, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) der „Bild“-Zeitung.

Medizinische Versorgung gewährleisten

Nach jahrelangen Kämpfen hatte die syrische Regierung Aleppo mit russischer und iranischer Hilfe zurückerobert. Am Donnerstag war die Evakuierung der Rebellengebiete in Ost-Aleppo beendet worden.

Müllers Programm sichert dem Bericht zufolge 30 Monate lang die Arbeit von rund 1000 syrischen Ärzten, Krankenpflegern und Traumapsychologen. Außerdem sollen rund 200 Helfer in Trauma-Bewältigung weitergebildet werden.

Der CSU-Politiker forderte auch die Staatengemeinschaft auf, Syrien koordiniert zu helfen. Neben Lebensmitteln fehlten Ärzte und Medikamente. „Tausende Verletzte, darunter viele Kinder, müssen versorgt werden, sonst überleben sie diesen Winter nicht.“

Über 13 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen

Laut UN sind in Syrien derzeit 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – 90 Prozent davon benötigen medizinische Versorgung.

In Berlin brachen am Montag mehrere hundert Menschen zu Fuß zum „Zivilen Marsch für Aleppo“ auf. Die Journalistin und Bloggerin Anna Alboth will damit ein Zeichen der Solidarität setzen. Auf Facebook haben bisher 2800 Menschen zugesagt, Teile des Weges Richtung Aleppo mitzugehen.

Von RND/dpa