Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Deutsche Friedensdrohnen für die Ostukraine?
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Deutsche Friedensdrohnen für die Ostukraine?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:28 13.02.2015
Bald könnten deutsche Drohnen über den Frieden in der Ukraine wachen. Quelle: dpa
Berlin

Am Samstag um 23.00 Uhr deutscher Zeit sollen die Waffen in der Ostukraine schweigen. Überwacht werden soll die Feuerpause von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) - mit Satelliten, Radargeräten und Drohnen.

Auch die Bundeswehr könnte dabei eine größere Rolle spielen. Bereits am 9. Oktober vergangenen Jahres hatte Deutschland der OSZE zusammen mit Frankreich ein Angebot zur Überwachung einer Waffenruhe unterbreitet. Weil die Kämpfe nie beendet wurden, blieb das Angebot in der Schublade. Zurückgezogen wurde es aber nie.

Deutschland erklärte sich damals bereit, zehn Drohnen vom Typ „Luna“ und bis zu 390 Soldaten in die Ukraine zu schicken. Die „Luna“-Drohne sieht aus wie ein kleines Segelflugzeug, wiegt nur 40 Kilogramm, kann aber trotzdem 160 Stundenkilometer schnell und 5000 Meter hoch fliegen. Für die Bundeswehr hat das Aufklärungsflugzeug schon Videos und Infrarotfilme in Mazedonien, im Kosovo und in Afghanistan gedreht.

Das zu überwachende Gebiet in der Ostukraine ist riesig. Alleine die Grenze zu Russland ist mehr als 2000 Kilometer lang. Die „Luna“-Drohnen können aber nur 100 Kilometer weit und sechs bis acht Stunden lang fliegen. Um eine der Drohnen rund um die Uhr in der Luft zu halten, müssen insgesamt zehn in der Ukraine stationiert werden. Gesteuert würden sie von zwei Bodenkontrollstationen.

Entschieden ist aber noch nichts. Bis Donnerstagabend gab es keine neue Anfrage der OSZE für deutsche Drohnen. Sollte sie erfolgen, würde zunächst erneut ein Erkundungsteam in die Ukraine geschickt. 25 Soldaten sind dafür auf Bereitschaft und könnten innerhalb von vier Tagen losfliegen.

„Die Bedingungen dort haben sich seit Oktober grundlegend verändert“, heißt es im Verteidigungsministerium. Nach der Erkundung müsste die politische Entscheidung fallen, die gesamte Drohnen-Truppe wäre dann in 11 bis 40 Tagen einsatzbereit.

Neben den Drohnen-Piloten würden der Bundeswehrtruppe auch Logistiker, Sanitäter und Schutzpersonal angehören. Ganz ungefährlich ist ein solcher Einsatz nicht. Die prorussischen Separatisten, aber auch die ukrainischen Regierungstruppen haben keine gefestigten Kommandostrukturen. Ein Waffenstillstand könnte jederzeit gebrochen werden.

Mehr zum Thema

Die ganze Nacht hindurch feilen Merkel und Putin, Poroschenko und Hollande in Minsk an einer Feuerpause für das ukrainische Kriegsgebiet Donbass. Mehr als 16 Stunden dauern die Verhandlungen für den Frieden in Europa. Aber hält das Ergebnis, was es verspricht?

12.02.2015

Es ist eine Sternstunde für den scheinbar ewigen Herrscher Weißrusslands. Während Europa um den Frieden bangt und Kremlchef Wladimir Putin an neuen Strategien feilt, sieht sich Alexander Lukaschenko als eigentlicher Sieger der Minsker Verhandlungen.

Stefan Koch 12.02.2015

Mehr als 17 Stunden dauerten die Verhandlungen in Minsk. Am Ende steht zumindest ein Kompromiss – und Hoffnung. Ab dem 15. Februar soll eine Waffenruhe für das Kriegsgebiet Donbass gelten. Putin und Poroschenko unterzeichneten am Donnerstag einen Fahrplan für den Frieden in der Ukraine.

12.02.2015

Die ganze Nacht hindurch feilen Merkel und Putin, Poroschenko und Hollande in Minsk an einer Feuerpause für das ukrainische Kriegsgebiet Donbass. Mehr als 16 Stunden dauern die Verhandlungen für den Frieden in Europa. Aber hält das Ergebnis, was es verspricht?

12.02.2015

In Deutschland haben Ende vergangenen Jahres rund 629 000 Flüchtlinge gelebt - etwa 130 000 mehr als ein Jahr zuvor. Mehr als 110 000 haben bereits eine Ablehnung ihres Asylantrags erhalten, konnten aber nicht abgeschoben werden. Sie leben nun schon zum Teil seit Jahren mit ungewisser Zukunftsaussicht in Deutschland.

12.02.2015

Es ist eine Sternstunde für den scheinbar ewigen Herrscher Weißrusslands. Während Europa um den Frieden bangt und Kremlchef Wladimir Putin an neuen Strategien feilt, sieht sich Alexander Lukaschenko als eigentlicher Sieger der Minsker Verhandlungen.

Stefan Koch 12.02.2015