Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Das sind die Wähler der AfD
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Das sind die Wähler der AfD
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:20 24.09.2017
Die AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel feiern ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl. Quelle: dpa
Berlin

Die ersten Prognosen waren keine zehn Minuten alt, da holte AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland erneut die verbale Schrotflinte hervor. „Wir werden Frau Merkel jagen“, sagte Gauland unter dem Jubel der Parteianhänger in Berlin und fügte an, „sich unser Land und unser Volk zurückholen“ zu wollen.

Vor allem Nichtwähler und ehemalige Union-Anhänger sorgten für den Auftrieb der AfD. Quelle: Prognosen

Dass sie beim Einzug ins Parlament als drittstärkste Kraft in den Startblöcken steht, hatte die Alternative für Deutschland vor allem dem Osten Deutschlands zu verdanken. Zwischen Rostock und Bautzen wurde die Partei bei der Bundestagswahl am Sonntag zweistärkste Kraft. In den Ost-Ländern und im Osten Berlins erreichten die Rechtspopulisten den Hochrechnungen zufolge 21,5 Prozent der Stimmen. Damit kam die AfD hinter der Union (26,5 Prozent) ein. Die ostdeutschen Männer votierten sogar am häufigsten für Gauland und Co. Laut Infratest dimap machten insgesamt 26 Prozent der ostdeutschen Männer ihr Kreuzchen bei der AfD, bei den Frauen waren es 17 Prozent. Zum Vergleich: Im Westen votierten 13 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen für die AfD.

Vor allem bei den ostdeutschen Männern heimste die AfD viele Stimmen ein. Quelle: infratest dimap

Die Partei zog ihr bundesdeutsches Ergebnis von knapp 13 Prozent – eine Verdreifachung des letzten Bundestagswahlergebnisses (4,7 Prozent) – zu großen Teilen aus dem Pool der Nichtwähler. Über eine Million wahlmüde Personen trieb die AfD wieder an die Urnen. Doch auch im Kreis der Union-Wähler wilderte die AfD und warb eine knapp siebenstellige Wählerzahl ab. Wie groß die Wählerwanderung zur AfD bei der Bundestagswahl 2017 war, zeigt der Fakt, dass nur rund ein Viertel der diesjährigen AfD-Wähler die Partei bereits bei der letzten Parlamentswahl vor vier Jahren wählte.

Von krö/RND

Wahlbeben in Deutschland: Aus dem Stand ist die AfD drittstärkste Kraft im Bundestag geworden. Große Verlierer sind die Regierungsparteien. Die Konservativen erhalten 33 Prozent. Die SPD stürzt auf 20,5 Prozent ab. Wann eine neue Regierung antritt, ist noch völlig unklar.

25.09.2017

Mit dem Einzug der AfD in den Bundestag ändert sich das politische Gefüge Deutschlands. Furcht und Ressentiments werden an höchster Stelle verhandelt. Das hat Kanzlerin Merkel mitzuverantworten, meint Wolfgang Büchner.

24.09.2017

Ein Großteil der deutschen Zuschauer harrt gebannt der Bekanntgabe der ersten Prognosen zur Bundestagswahl. Punkt 18 Uhr geht diese an die Öffentlichkeit. Doch wie ensteht sie eigentlich?

24.09.2017