Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Deutschland / Welt Das ändert sich zum 1. September beim Kinderarzt
Mehr Welt Politik Deutschland / Welt Das ändert sich zum 1. September beim Kinderarzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:21 30.08.2016
Von September an gelten neue Regeln für die Früherkennungsuntersuchungen beim Kinderarzt. Quelle: Britta Pedersen/dpa
Berlin

Von September an gelten neue Regeln für die Früherkennungsuntersuchungen beim Kinderarzt. Mit dem neuen Programm (U1 bis U9) wird auch das gelbe Untersuchungsheft vollständig überarbeitet. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, er rechne mit einer deutlichen Verbesserung der kinderärztlichen Vorsorge. "Das gelbe Kinderuntersuchungsheft gehört in Deutschland mittlerweile wie der erste Zahn und die ersten Gehversuche zur Kindheit dazu."

Das ändert sich ab dem 1. September

  • U-Heft wird überarbeitet: Die neue Fassung des Heftes informiert Eltern künftig detailliert über die Inhalte der Vorsorgeuntersuchungen. Eine herausnehmbare Karte soll den Nachweis über die geleisteten Untersuchungen gegenüber dritten erleichtern. So können die Erziehungsberechtigten beispielsweise gegenüber dem Kindergarten dokumentieren, dass das Kind an der Untersuchung teilgenommen hat, ohne differenzierte Infomationen herausgeben zu müssen.
  • Eltern-Kind-Beziehung rückt in den Fokus: Auch die Beziehung zwischen Eltern und Kind wird bei den Vorsorgeuntersuchungen künftig in den Fokus rücken, heißt es in einer Pressemittelung des Gemeinsamen Bundesausschusses. So sollen Entwicklungsstörungen, die auf eine gestörte Beziehung zurückzuführen sind, früher erkannt und behandelt werden können.
  • Impfschutz: Neben der Überarbeitung des Untersuchungs-Hefets bekräftigte Gröhe zudem, dass die Beratung zum Impfschutz künftig verbindlicher Bestandteil der U-Untersuchungen sei. "Damit wollen wir dazu beitragen, dass wichtige Schutzimpfungen rechtzeitig und vollständig vorgenommen werden", sagte der Gesundheitsminister. Zuletzt hatte es immer wieder Fälle von Masern gegeben, die auf eine zunehmende Impfmüdigkeit der Deutschen zurückzuführen war.
  • Mukoviszidose-Screening: Ab dem 1. September können Neugeborene auf die Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose untersucht werden.
  • Festgelegte Standards: Für die Untersuchungen direkt nach der Geburt (U1) bis zum 64. Lebensmonat (U9) wird es festgelegte Statndards geben. Diese betreffen vor allem Hör- und Sehtests.

Das müssen Sie zum neuen U-Heft wissen

Alle ab dem 1. September geborenen Kinder bekommen automatisch das neue U-Heft. Die Eltern erhalten es zur Geburt in Krankenhäusern, Kinderarztpraxen oder direkt von ihrer Hebamme. Für Kinder bis zur Fürherkennungsuntersuchung U6 wird es, zusätzlich zum alten U-Heft, ein zweites Heft geben. Bei allen Kindern, die diese Untersuchung bereits hinter sich haben, werden die kommenden auf Einlegeblättern im alten Heft dokumentiert.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) begrüßte die Neuregelung als "wichtigen Schritt" zur besseren Beurteilung der Gesundheit der Kinder. Verbesserungen gibt es nach Angaben des BVKJ vor allem bei den Untersuchungen zur Entwicklung der Sprache, der Fein- und Grobmotorik sowie der Sehleistung. Allerdings: "Wir sind enttäuscht, dass die Kassen nicht bereit waren, auch die psycho-soziale Entwicklung und die Früherkennung von Verhaltensauffälligkeiten in das Heft zu übernehmen", sagte BVKJ-Präsident Thomas Fischbach den Zeitungen.

dpa/RND/are

Deutschland / Welt Sommerinterviews bei ARD und ZDF - Gabriel und Merkel starten Wahlkampf

Nie war SPD-Chef Sigmar Gabriel in seiner Partei so umstritten wie jetzt. Auch Bundeskanzlerin Merkel muss für ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik seit Monaten heftige Kritik einstecken. In den Sommerinterviews von ARD und ZDF erklären die beiden Politiker ihre Positionen – und greifen sich frontal an.

01.09.2016
Deutschland / Welt Kurdenkämpfer oder Zivilisten? - 35 Tote bei Luftangriffen der Türkei

Die Türken wollen nicht nur die Terrormiliz IS aus dem syrischen Grenzgebiet vertreiben, sondern dort auch die Macht der Kurden eindämmen. Nun gab es dort Dutzende Tote und Verletzte - nach Angaben von Menschenrechtlern handelt es sich dabei um Zivilisten.

28.08.2016

Darf ein Spitzenpolitiker pöbelnden Neonazis den "Stinkefinger" zeigen? Darf er, findet SPD-Chef Gabriel. Er hat es getan. Und er steht zu der umstrittenen Geste. Der Vizekanzler bedauert sogar, dass diese nicht noch deutlicher ausgefallen ist. Derweil meldet sich in der Diskussion auch der frühere Innenminister Friedrich zu Wort.

28.08.2016