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Deutschland / Welt Absage an die letzten Gurtmuffel
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09:24 20.09.2014
Ohne Gurt geht es auch hier nicht mehr. Quelle: dpa
Hannover

Bitte anschnallen!“ Oft hörten Fahrgäste diesen Satz, wenn sie sich in die Kunstlederpolster eines Taxis fallen ließen. Jetzt kann der Kunde die Aufforderung an den Chauffeur zurückgeben: Am Freitag beschloss der Bundesrat, dass sich künftig auch die Taxifahrer während der Fahrt anschnallen müssen.  1976, als in der Bundesrepublik die Gurtpflicht auf Vordersitzen Pflicht wurde, hatte man für Taxifahrer eine Ausnahme gemacht – damit sie bei Überfällen leichter aus dem Wagen flüchten können.

Eine Untersuchung des Bundesverkehrsministeriums hat nun aber ergeben, dass die Gefahr, bei einem Unfall zu Schaden zu kommen, für Taxifahrer erheblich höher ist. Nach Angaben des deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes wurden im vergangenen Jahr 244 Überfälle registriert, aber deutlich mehr als 2500 Fahrer bei Unfällen verletzt. Die Anschnallquote habe im Gewerbe bei gerade mal 20 bis 30 Prozent gelegen.
Es waren aber nicht nur Taxifahrer, die sich früher gegen die Anschnallpflicht sträubten. Erst als das Fahren ohne Gurt ab dem 1. August 1984 – in der DDR schon ab 1982 – mit einem Bußgeld geahndet wurde, stieg die Anschnallquote von 60 auf 90 Prozent.

Der Taxifahrerverband begrüßt die Neuregelung. Sie sei „überfällig“ gewesen, wie Geschäftsführer Thomas Grätz sagt. Er erwarte, dass nicht nur die Zahl der verletzten Fahrer, sondern auch die der verletzten Passagiere deutlich zurückgehen werde. „Viele dachten, dass sie sich auch nicht anschnallen müssen, wenn es schon der Fahrer nicht tut.“

Bleibt noch die Frage zu klären, wie Taxifahrer bisher die Autotechnik überlisteten, die so lange einen nervtötenden Piepton absondert, bis der Gurt eingeklinkt ist. Mancher ließ den Gurt vor dem Einsteigen einrasten und setzte sich drauf; andere besorgten sich einen Gurtstecker vom Schrottplatz und brachten so das moderne Auto zum Schweigen.

Joachim Riecker

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