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Bundespräsident Wulff tritt zurück

Ermittlungsverfahren Bundespräsident Wulff tritt zurück

Nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover am Donnerstag die Aufhebung der Immunität des Bundespräsidenten Christian Wulff (CDU) beantragt hatte, ist der Bundespräsident am Freitag um 11 Uhr von seinem Amt zurückgetreten.

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Bundespräsident Christian Wulff ist zurückgetreten.

Quelle: Archivfoto

Berlin. In einer kurzen Erklärung im Schloss Bellevue erklärte Bundespräsident Christian Wulff im Beisein seiner Ehefrau Bettina seinen Rücktritt vom höchsten Amt in der Bundesrepublik Deutschland. Vorausgegangen war ein in der bundesdeutschen Geschichte einmaliger Vorgang: Die Staatsanwaltschaft Hannover sieht einen Anfangsverdacht der Vorteilsnahme gegeben und will ein Ermittlungsverfahren gegen Wulff eröffnen.

Wulff sagte, die Bundesrepublik brauche einen Präsidenten, der sich uneingeschränkt den nationalen und internationalen Aufgaben widmen kann und der vom Vertrauen einer breiten Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger getragen wird. Dies sehe er als nicht mehr gegeben an. Er trete zurück, um den Weg zügig für die Nachfolge frei zu machen.

Bundesratspräsident Horst Seehofer wird die Vertretung Wulffs übernehmen, bis in spätestens 30 Tagen ein neuer Bundespräsident ernannt wird.

Wulff sagte, er habe sich stets rechtlich korrekt verhalten. "Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig." Die Berichterstattung in den Medien in den vergangenen zwei Monaten habe ihn und seine Frau verletzt.

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