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Berliner Redaktion Locker aus den Knien durch die Kronen
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08:20 14.06.2012
Schotten

Die neue Attraktion am Hoherodskopf ist nun wirklich nichts für Menschen mit Höhenangst. Nicht nur, dass einige der Plattformen in 15 Metern Höhe angebracht sind, von einer Plattform zur nächsten gelangt man nur über sehr wacklige Pfade: Durch Seile und Netze gesicherte Hängebrücken machen jeden Schritt zu einem Abenteuer. An das stetige Auf- und Abwippen lässt sich das Schritttempo noch gut anpassen: Immer locker aus den Knien, dann sollte die Hängebrücke ohne Probleme passiert werden können. Wer jedoch einen unbedachten Tritt an die äußere Kante des Pfades macht, wird wahrscheinlich schnell aus dem Gleichgewicht kommen.

Die gesamte Konstruktion der Hängebrücke kann sich nämlich nicht nur in eine Richtung bewegen. Bei unvorsichtigen Tritten kann man in eine ziemliche Schräglage kommen und muss dann zwangsläufig das Schritttempo verringern. Solange durch eine Pause mitten auf der Hängebrücke niemand anders behindert wird, ist dies aber durchaus zu empfehlen.

An manchen Stellen erhascht man einen sehr schönen Blick durch das momentan dichte Laubwerk des Waldes. Auf einigen Aussichtsplattformen ist zwischendurch der weitreichende Blick zu erahnen, den man bei gutem Wetter genießen kann.

Der Wald aus einer neuen Perspektive

Besonders für Kinder - so sind sich die Betreiber einig - bietet der Baumkronenpfad eine einmalige Gelegenheit, den Wald aus einer ganz neuen Perspektive zu erfahren. Nicht nur können bei etwas Glück Waldbewohner beobachtet werden, viele Informationstafeln bieten die Möglichkeit, den Wald mit seinen Bewohnern näher kennen zu lernen. Ein Besuch des Baumkronenpfades ist dabei nicht nur wegen des Abenteuers zu empfehlen. Ein ähnlich aufgebauter Pfad ist in Europa nicht noch einmal zu finden: „Es gibt zwar auch einen ähnlichen Pfad am Edersee, die beiden unterscheiden sich aber durch einen entscheidenden Punkt“, erklärte Architekt Klaus Knöss. „Während der Pfad am Edersee durch Stahlkonstruktionen gehalten wird und somit ein Gebäude ist, werden die Hängebrücken hier durch 120 Jahre alte Buchen gestützt und laufen somit rechtlich unter der Kategorie Spielplatz.“ Um sicher zu gehen, dass die in die Anlage integrierten Bäume die Belastung aushalten, wurden nach Knöss aufwendige Zugversuche durchgeführt, denn der Bestand sollte nicht mehr als nötig in Mitleidenschaft gezogen werden.

von Sonja Achenbach

Die Oberhessische Presse und Licher schicken Sie in die Höhen des Baumkronenpfades. Machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel und sichern sich mit etwas Glück Ihre Eintrittskarten. Wir verlosen insgesamt 5x2 Tickets. Mitmachen können Sie entweder per E-Mail an redaktion@op-marburg.de oder Sie schicken uns eine Postkarte an folgende Adresse: Franz-Tucek-Weg 1 in 35039 Marburg. Geben Sie einfach den Betreff „Baumkronenpfad“ an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 20. Juni 2012.