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Berliner Redaktion Jubelnde Kanzlerin als Alptraum
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23:01 18.06.2012
Quelle: Jesco Denzel
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Ein Albtraum, so durchfuhr es manche gestern früh in den Politik- und Propagandafluren.

Schnell war klar: Der Besuch bleibt beim Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und dessen Abteilungsleiter Sport hängen. Friedrich kennt in Griechenland kaum jemand, dessen Jubelposen dürften niemand in Athen, Thessaloniki oder auf Lesbos erregen.

Auch die umgekehrte Vorstellung, wenngleich für deutsche Euro-Visionäre unvorstellbar, war kurz durch die Köpfe gerauscht: Die griechische Elf schießt das DFB-Team nach Hause und die Kanzlerin müsste dazu gute Miene machen?

Dann wäre doch wohl jeder einzelne der gut 100 Milliarden Euros, die direkt oder indirekt bis jetzt aus Deutschland in die Hilfe für Hellas flossen, eine Art Schuldzins für die Fußball-Schmach. Wie könnte man noch fair und frei miteinander reden, wenn der designierte griechische Regierungschef Antonis Samaras beim Siegtor in Danzig den Jubelschrei losließe und die Kanzlerin daneben bedröppelt aussähe.

Die Sache wurde gedreht und gewendet: und schließlich entschieden Merkel und ihre Strategen: Sie soll und will nicht der Keil sein, der Griechenland und Deutschland noch weiter trennt. Jetzt jubelt sie hinter verschlossenen Türen.

von Dieter Wonka

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