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Berliner Redaktion Bund will exzellente Lehrer
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23:00 14.03.2012

Die Bildungsexperten von Union und FDP haben sich in Abstimmung mit der Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) auf "einen Wettbewerb ,Exzellenz in der Lehrerbildung’" verständigt. Nach den Spitzen-Unis und dem Milliarden-Anstoß für die Ganztagsschulen wäre dies die dritte vom Bund angestoßene Schul- und Bildungsinitiative in Ergänzung des Föderalismus. Ein fünfseitiges detailliertes Papier zu Wettbewerb und Kriterien liegt dieser Zeitung vor.

Über fünf Jahre hinweg, mit einer angestrebten Verlängerung um weitere fünf Jahre, sollen jährlich "zehn bis maximal 16 Zukunftskonzepte" mit 16 Millionen Euro Bundesmitteln jährlich gefördert werden. Ziel sei "eine substanzielle Qualitätssteigerung der Lehrerausbildung sowie die nationale Sichtbarmachung der Einrichtung als Leuchtturm der Lehrerbildung". Um die Bildungsrepublik zum Erfolg zu bringen, komme es "entscheidend darauf an, die Qualität der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern in Deutschland voranzubringen", fordert der für Bildung zuständige Unions-Fraktionsvize im Bundestag, Michael Kretschmer. Die Lehrerbildung sei nach Expertenansicht für viele Universitäten "das fünfte Rad am Wagen der Fachwissenschaften".

Mit der jetzt angestrebten Förderung, die zu einem Qualitätspakt zwischen Bund und Ländern führen könnte, sollen Hochschulen gefördert werden, die ein Zukunftskonzept für eine berufsfeldorientierte und am neuesten Forschungsstand orientierte Lehrerbildung entwickelten, mit dem Ziel eines "signifikanten Qualitätssprungs".

Gestärkt werden müssten dabei auch die Kernkompetenzen, um beispielsweise Erfolgskriterien für die Arbeit der Lehrer mit Schülern kritisch zu überprüfen. "Studierende für ein Lehramt müssten in ihrer fachlichen, fachdidaktischen und berufsbezogenen Entwicklung im Verlauf des Studiums begleitet werden", verlangen die Bildungsexperten der Regierungskoalition. "

Ansprechen will die Koalition Hochschulen, aber nicht einzelne Fakultäten.

von Dieter Wonka