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Deutschland / Welt Bamf fordert Fingerabdrücke von allen Flüchtlingen
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09:38 07.02.2017
Registrierung eines Flüchtlings. Quelle: dpa
Hannover

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BamF) hat die Ausländerbehörden der Kommunen aufgefordert, von allen Flüchtlingen Fingerabdrücke zu nehmen. Dadurch könne der Sozialbetrug durch falsche Identitäten verhindert werden. „Hier sind die Ausländerbehörden in der Pflicht“, sagte Bamf-Chefin Jutta Cordt der Tageszeitung „Passauer Neuen Presse“. „Sie müssen die Fingerabdrücke von allen Menschen nehmen, die sich bei ihnen melden, und die Daten mit dem Zentralregister abgleichen.“

Das Bamf selbst behandele seit vergangenem Herbst alle Flüchtlinge erkennungsdienstlich und gleiche die Fingerabdrücke mit den Sicherheitsbehörden ab, sagte Cordt weiter. Dadurch könne ihre Behörde „heute Mehrfachidentitäten im Asylverfahren ausschließen“.

Asylbewerber kassierte mit Mehrfachidentität Geld

Am Montag war in Hannover ein Asylbewerber zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er mit sieben falschen Identitäten zu Unrecht 21.700 Euro kassiert hatte. Der Prozess war der erste in Niedersachsen nach Bekanntwerden von mehr als 300 Verdachtsfällen, in denen sich Flüchtlinge Unterstützung mit Mehrfachidentitäten erschlichen haben sollen.

Laut Innenministerium hat es in Niedersachsen flächendeckend solche Fälle gegeben. Der Gesamtschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Alleine am Amtsgericht Hannover sind drei weitere Prozesse terminiert, in einem Fall soll der Angeklagte knapp 60.000 Euro zu Unrecht kassiert haben.

Von RND/dpa

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