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Deutschland / Welt Atomkraftgegner hoffen auf Zulauf bei Ostermärschen
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09:48 18.04.2011
Der hessische Linke-Politiker und Mitinitiator der Ostermärsche, Willi van Ooyen. Quelle: dpa

„Die Atomfrage ist auch für die Ostermarsch-Bewegung eine zentrale Frage“, sagte der hessische Linke-Politiker und Mitinitiator der Ostermärsche, Willi van Ooyen, in Wiesbaden.

Gemeinsam mit Anti-AKW-Initiativen habe die Friedensbewegung für Ostermontag bundesweit zu Protesten vor den Atomkraftwerken aufgerufen. Die Forderung nach einem Ausstieg aus der Kernkraft werde zudem Thema bei den traditionellen Ostermärschen sein. Dort gehe es auch um die Abschaffung von Atomwaffen, denn noch heute seien solche Raketen in der Eifel stationiert, sagte van Ooyen.

Immer wieder hätten aktuelle Entwicklungen den Ostermärschen enormen Zulauf beschert, wie der Irak-Krieg im Jahr 2003 oder der Protest gegen die Stationierung von Atomraketen in den 1980er Jahren. Die verbreitete Forderung nach einem Aus für die deutschen Atomkraftwerke könne auch wieder viele junge Menschen für die Anliegen der Friedensbewegung begeistern, sagte der Fraktionsvorsitzende der Linken im hessischen Landtag.

Ein wichtiges Thema bei den Ostermärschen werde zudem die Lage in Afghanistan und Libyen sein. „Wir fordern in Libyen einen Waffenstillstand sowie den sofortigen Stopp von Waffenlieferungen“, sagte van Ooyen. Die Aufbruchstimmung in den nordafrikanischen Ländern müsse genutzt werden, um die Demokratisierung voranzutreiben.

„Ansonsten droht eine Entwicklung wie im Irak“, sagte van Ooyen. Insgesamt sind bundesweit rund 70 Veranstaltungen geplant.

dpa

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