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Deutschland / Welt Anschlag auf Büro von CDU-Politikerin Kudla
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10:43 04.10.2016
War zuletzt wegen fremdenfeindlicher Tweets in die Kritik geraten: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla vor der beschädigten Fassade ihres Wahlkampfbüros. Quelle: dpa-Zentralbild
Leipzig

Auf das Wahlkreisbüro der umstrittenen CDU-Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla in Leipzig ist erneut ein Anschlag verübt worden.

Wie ein Sprecher der Polizei sagte, beschmierten Unbekannte in der Nacht zum Dienstag die etwa 40 Quadratmeter große Außenfassade mit einer teerähnlichen Flüssigkeit, warfen vier Fenster ein und verwüsteten das Büro. Auch drei vor dem Büro geparkte Autos seien mit Teer beschmiert worden.

Schäden an der Außenfassade des Leipziger Büros des CDU-Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla Quelle: dpa-Zentralbild

Bereits Ende August war ein ähnlicher Anschlag auf ihr Büro verübt worden. Auf der Plattform „Linksunten.indymedia“ war zuvor ein Bekennerschreiben mit Kritik an Kudla und der Asylpolitik der CDU veröffentlicht worden. Auf ihrer Homepage veröffentlichte Kudla ein Foto, das den Schaden in ihrem Büro nach der Attacke Ende August zeigt.

Bereits Ende August wurde das Büro der CDU-Abgeordneten erstmals verschmutzt. Quelle: bettinakudla.de

Beim neuerlichen Anschlag hat nach Angaben der ein Zeuge den Anschlag beobachtet. Dessen Angaben zufolge handle es sich um vermutlich drei Täter, die vermummt gewesen seien. Einer der Täter habe einen Helm getragen.

Kudla war zuletzt wegen fremdenfeindlicher Tweets in die Kritik geraten. Unter anderem hatte sie den nationalsozialistischen Begriff „Umvolkung“ verwendet. Mit Blick auf den starken Flüchtlingszuzug schrieben Kudla auf Twitter: „BK #Merkel streitet es ab, #Tauber träumt. Die #Umvolkung #Deutschlands hat längst begonnen. Handlungsbedarf besteht!“ Nach massiver Kritik auch aus den eigenen Reihen hatte sie den Tweet gelöscht.

Nach Medieninformationen droht der CDU-Abgeordnete ein Ausschluss aus der Fraktion. Laut Spiegel soll Kudla bei der nächsten Verfehlung ausgeschlossen werden. Das sei in der Fraktionsführung vereinbart worden, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf einen „hochrangigen CDU-Politiker“. Er wurde mit dem Satz zitiert: „Sie hat keinen Schuss mehr frei.“

Von dpa/RND/zys