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Deutschland / Welt Lehrer streiken Dienstag in Niedersachsen
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20:15 27.02.2015
Streiken am Dienstag in Niedersachsen: Angestellte Lehrer. Quelle: dpa
Hannover

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst sind festgefahren, Deutschland steht vor einer Woche der Warnstreiks. In Niedersachsen sind auch die Schulen betroffen: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rief rund 19 000 Beschäftigte auf, am Dienstag die Arbeit niederzulegen. Neben angestellten Lehrern seien dies pädagogische Mitarbeiter und Schulsozialarbeiter, erläuterte Rüdiger Heitefaut von der GEW in Hannover.

Zu Schulausfall im großen Stil dürfte es dabei aber nicht kommen: Die meisten Lehrer in Niedersachsen seien Beamte und dürften nicht streiken, teilte das Kultusministerium mit. Der Streikaufruf könne nur für angestellte Pädagogen gelten, die 12 Prozent der Lehrkräfte ausmachten. Angestellte Lehrer gibt es laut GEW vor allem an Förderschulen. GEW-Landeschef Eberhard Brandt sagte, man wolle erst einmal ein Zeichen setzen, damit sich in den Tarifverhandlungen wieder etwas bewege. Die verbeamteten Lehrer wurden von der GEW aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Warnstreiks zu unterstützen. Für Dienstagmittag ist eine zentrale Kundgebung am Kröpcke in Hannover geplant.

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder waren gestern in Potsdam ergebnislos vertagt worden. Die Gewerkschaften Verdi und GEW kündigten für etliche Bundesländer Warnstreiks von Landesbeschäftigen an. Auch Straßenmeistereien sind betroffen. Der Personalrat der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat für kommenden Mittwoch einen Warnstreik angekündigt. An dem Ausstand werden sich Beschäftigte verschiedener Berufsgruppen beteiligen, darunter aus den Bereichen Pflege, Technik und Verwaltung. Eine Vereinbarung zur Versorgung von Notfallpatienten sei bereits unterzeichnet, sagte Frank Jaeschke von der MHH-Streikleitung.

von Saskia Döhner und Veronika Thomas

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