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Deutschland / Welt 40 Millionen Euro für G-20-Geschädigte
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08:21 20.07.2017
Brennende Barrikaden beim G-20-Gipfel in Hamburg Quelle: dpa
Berlin

Für die Entschädigung von Opfern der Krawalle beim G-20-Gipfel Anfang Juli wollen der Bund und die Stadt Hamburg bis zu 40 Millionen Euro bereitstellen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums in Berlin.

Nach Informationen von „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag) soll die Entschädigung über einen Härtefallfonds abgewickelt werden, von dem der Bund die Hälfte trägt. Bei den Ausschreitungen hatten Randalierer Geschäfte geplündert, Autos angezündet und Barrikaden in Brand gesteckt. Die deutschen Versicherer hatten den Schaden auf bis zu 12 Millionen Euro geschätzt.

Tagelang hielt der G-20-Gipfel die Hansestadt in Atem. Friedliche Demonstration, blutige Krawalle und dazwischen immer wieder die Wagenkolonnen der Staats- und Regierungschefs. Das sind die besten Bilder des Mega-Gipfels.

Der nun geplante Fonds soll für Sachschäden aufkommen, „für die kein Versicherungsschutz besteht“.

Darüber hinaus könne er „auch im Falle von zu erwartenden Versicherungsleistungen in Vorleistung gehen“, zitieren die Stuttgarter Blätter aus einem Schreiben des Finanzstaatssekretärs Jens Spahn (CDU) an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Gesine Lötzsch (Linke). Nachträglich ausgezahlte Versicherungsleistungen würden in den Fonds zurückfließen.

Bundestag muss noch zustimmen

Die Vereinbarung bedarf zwar noch einer Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestages, die Zustimmung gilt jedoch als sicher. Die Ausschussvorsitzende Lötzsch sagte den beiden Zeitungen: „Es ist gut, dass die Bundesregierung und die Stadt Hamburg eine unbürokratische Lösung für die Betroffenen gefunden haben.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hatten bereits am Rande des G-20-Gipfels den Krawall-Opfern schnelle Hilfe zugesagt.

Von dpa/RND/zys