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Deutschland / Welt Selbstmordattentäter tötet 15 Menschen
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16:58 11.06.2013
Mindestens 15 Menschen sind bei einem Anschlag in Damaskus ums Leben gekommen. Quelle: dpa
Damaskus

Begleitet von Kriegsgräueln und Terror geht in Syrien die schwierige Suche nach einer Lösung des Konflikts weiter. Auch im Nachbarland Libanon, wo mehrere Raketen aus Syrien einschlugen, gab es am Dienstag wieder Tote. In einer Polizeiwache in Damaskus sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Er riss 14 Menschen mit in den Tod. Nach Angaben von Augenzeugen und staatlichen Medien wurden 31 Menschen verletzt. In einem östlichen Vorort von Damaskus sollen die Regierungstruppen 24 Menschen massakriert haben, darunter auch Zivilisten.

Augenzeugen in Damaskus berichteten, zwei Minuten nachdem sich der Selbstmordattentäter in der Polizeiwache am Al-Mardsch-Platz in die Luft gesprengt habe, sei in unmittelbarer Nähe eine zweite Bombe detoniert. Der Doppelanschlag ereignete sich unweit des Gebäudes der zentralen Passbehörde.

Der russische Botschafter in Damaskus traf sich in der Nacht zum Dienstag mit Vertretern der sogenannten gemäßigten Opposition. Zur Bedingung für ihre Teilnahme an der von Russland und den USA geplanten Friedenskonferenz in Genf machten die Mitglieder des Nationalen Koordinierungskomitees einen Abzug «aller ausländischen Bewaffneten aus Syrien».

Damit ist sowohl die libanesische Hisbollah-Miliz gemeint, die auf der Seite von Präsident Baschar al-Assad steht, als auch die selbst ernannten „Gotteskrieger“, die mit den Rebellen kämpfen. Die Exil-Opposition hatte zuvor bereits erklärt, sie werde nicht verhandeln, solange die Milizionäre der schiitischen Hisbollah im Lande seien. Die sunnitischen Freiwilligen hatte sie nicht erwähnt.

Im grenznahen libanesischen Bezirk Hermel, einer Hochburg der schiitischen Hisbollah, schlugen laut Polizei acht Raketen aus Syrien ein. Ein Mensch sei getötet worden, vier erlitten Verletzungen.

Der stellvertretende Gemeindevorsitzende der vorwiegend von Sunniten bewohnten libanesischen Kleinstadt Arsal, Ali al-Hudschairi, wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen von mutmaßlichen Hisbollah-Anhängern auf der Straße zwischen Hermel und Kobeijat in seinem Auto erschossen. Al-Hudschairi hatte syrischen Regimegegnern und ihren Familien geholfen, die in Arsal Zuflucht gesucht hatten.

Die syrische Führung hatte eine Offensive in der nördlichen Provinz Aleppo angekündigt. Größere Angriffe wurden jedoch am Dienstag nur vom Militärflughafen Minigh gemeldet. Die Revolutionäre veröffentlichten ein Video, auf dem zu sehen ist, wie einer ihrer Kämpfer einen Hubschrauber abschießt. Das Video wurde angeblich am Montag in der Nähe der Ortschaft Nubl bei Aleppo aufgenommen.

dpa

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