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20:58 16.07.2010
Von Margit Kautenburger
Quelle: dpa

Wie die neuesten Daten der US-Klimaforscher belegen, war es global gesehen der heißeste Juni in 130 Jahren Messgeschichte. Damit sei schon den vierten Monat in Folge ein historischer Temperaturrekord gebrochen worden, berichten die Meteorologen der US-Behörde für Ozean- und Klimaforschung (NOAA). Noch nie haben die Forscher ein so warmes erstes Halbjahr wie 2010 gemessen.

Ob der Rekordtrend in der zweiten Jahreshälfte anhält, wagen die Forscher noch nicht vorherzusagen. In den kommenden Monaten könnte das Wetterphänomen La Niña auftreten und im pazifischen Raum deutliche Abkühlung bringen.

Dauerhitzerekorde sind in diesem Jahr indes noch nicht gebrochen worden, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes berichtet. Diese wurden zuletzt während der Wärmeperiode 2003 erreicht. Die derzeitige Hitzeperiode sei auch kein Beleg für den Klimawandel, betont der Experte. Ausreißer nach oben und unten habe es schon immer gegeben. Die Daten der US-Wissenschaftler lägen allerdings im Trend der globalen Erwärmung, die in den vergangenen 60 Jahren um 1,5 Grad zugenommen habe, heißt es beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Sie seien kein Beweis für den Klimawandel, aber ein Indiz. Auch die Nasa bestätige den Trend nach oben.

Dem Bericht der US-Behörde zufolge betrug der weltweite Mittelwert im Juni 16,2 Grad Celsius, also 0,7 Grad mehr als der bisherige Durchschnitt von 15,5 Grad. Auch der Drei-Monats-Zeitraum von April bis Juni sei heißer gewesen als je zuvor.

Die Juni-Hitze war global freilich ungleich verteilt. Ganz besonders heiß war es im Zentrum und im Osten der USA, in Peru sowie in Zentral- und Westasien. In Nordeuropa, Südchina und im Nordwesten der USA sei es hingegen kälter gewesen als sonst. Die hohen Temperaturen blieben nicht ohne Folgen. Das Eis in der Arktis bedeckte im Juni nur eine Fläche von 10,9 Millionen Quadratkilometern – ein Negativrekord.

Ganz anders die Situation in der Antarktis: Die Eisfläche rund um den Südpol war im Juni sogar 8,3 Prozent größer als im Schnitt von 1979 bis 2000 – ein Positivrekord.

Nach dem Hitzechaos der vergangenen Tage zieht die Bahn technische Konsequenzen: In den neuen Zügen der Baureihe ICEx sollen Klimaanlagen eingebaut werden, die auch bei Außentemperaturen von bis zu 45 Grad störungsfrei arbeiten.

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