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Politik Berliner Grüne nominieren Künast zur Spitzenkandidatin
Mehr Welt Politik Berliner Grüne nominieren Künast zur Spitzenkandidatin
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20:03 09.04.2011
Die Bundestagsfraktionschefin der Grünen, Renate Künast, wurde am Samstag offiziell als Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl nominiert. Quelle: dpa

Getragen von Wahlerfolgen im Südwesten Deutschlands, guten Umfragewerten und nun auch einem starken Votum der Basis geht Renate Künast in das Rennen um das Rote Rathaus. Eine Mitgliederversammlung der Berliner Grünen wählte die Bundestagsfraktionschefin am Samstag mit 91,3 Prozent an die Spitze der Landesliste, sie ist damit auch offiziell Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl im September. „Jetzt kommt der wirklich harte Wahlkampf“, sagte die 55-Jährige vor gut 800 Mitgliedern und stellte klar: „In diesem Wahlkampf wird es nicht mehr Bussi-Bussi geben.“

Deutliche Dämpfer gab es für die Fraktionsspitze im Landesparlament. Die Vorsitzende Ramona Pop wurde mit nur 66,8 Prozent auf Platz zwei der Liste gewählt, Co-Chef Volker Ratzmann auf Platz vier erzielte 65,8 Prozent. „Unsere linken Freunde haben eine Macke“, kommentierte Haushaltspolitiker Joachim Esser das Resultat mit Blick auf den linken Parteiflügel.

Platz drei der Landesliste erhielt als Neuling die Kreuzbergerin Antje Kapek (81 Prozent), Platz fünf die Hochschulexpertin (81,4 Prozent). Der frühere Landesvorsitzende Stefan Gelbhaar bekleidet Platz sechs. Er erhielt 73,7 Prozent der Stimmen.
Die Berliner Grünen haben inzwischen 5033 Mitglieder - so viele wie nie. Künast gab sich überzeugt, bei der Wahl am 18. September das Amt der Regierenden Bürgermeisterin zu erobern. „Wir werden so stark werden, dass die Berliner uns das Steuer in die Hand drücken.“ Der Senat habe in den vergangenen neun Jahren keins der drängenden Probleme bei Klimaschutz, Wirtschaft und Bildung gelöst. „Je mehr man auf diesen saft- und kraftlosen Senat guckt, desto mehr müssen einem die Tränen in die Augen steigen.“

Künast erneuerte ihr Versprechen von 100 000 neuen Arbeitsplätzen für Berlin, forderte ein Klimaschutzgesetz und die energiesparende Sanierung von Häusern, mehr Lehrer und saubere und sichere Schulgebäude. Sie versprach den Berlinern einen neuen Politikstil unter dem Schlagwort „Eine Stadt für alle“. Die Bürger sollen in Entscheidungen besser eingebunden werden.

Der designierte baden-württtembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte in einer Videobotschaft unter dem Jubel der Berliner: „Wir haben hier vorgelegt, jetzt seid ihr dran. Ich erwarte, dass wir dann im September die zweite grün-rote Landesregierung haben.“

dpa

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