Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Experte: Internetkonzerne müssen mehr gegen Terrorpropaganda tun
Mehr Welt Politik Experte: Internetkonzerne müssen mehr gegen Terrorpropaganda tun
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:39 16.03.2019
Neuseeland, Christchurch: Ein Mann legt Blumen nieder an einer behelfsmäßigen Gedenkstelle, nur 400 Meter von der Al-Nur-Moschee entfernt. Quelle: Peter Godfrey/dpa
Berlin

Nach dem Anschlag auf Moscheen in Neuseeland fordert der Terrorismus-Experte Peter Neumann von großen Internetunternehmen wie Youtube oder Facebook mehr Engagement im Kampf gegen Propaganda von Terroristen. „Die Firmen müssen mehr beisteuern im Anti-Terror-Kampf“, sagte Neumann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Das ist ihre Verantwortung als global agierende Unternehmen.“

Gegen die rasante und massenhafte Verbreitung der Aufnahmen von den Terrorangriffen lasse sich „nur mit mehr Einsatz von Personal und Technik vorgehen, mit deren Hilfe diese brutalen Videos gelöscht werden“, sagte der Politikwissenschaftler vom Londoner King's College.

„Aggressive, neurechte Subkultur im Internet“

Bei den Anschlägen auf zwei Moscheen in der Stadt Christchurch waren am Freitag 49 Muslime während des Gebets getötet und mindestens 20 weitere verletzt worden. Den ersten Angriff hatte der Täter live gefilmt und im Internet übertragen. Vor der Tat hatte er in einem Internetforum ein „Manifest“ veröffentlicht.

Die propagandistischen Veröffentlichungen des Mannes enthielten ein „Sammelsurium an scheinbar unsinnigen, kruden und widersprüchlichen Videos und Parolen“, sagte Neumann den Funke-Zeitungen. Das sei „typisch für eine aggressive neurechte Subkultur im Internet, die sich überall ihren Ideologie-Mix zusammensammelt“. Der Attentäter beziehe sich sowohl auf die Ideologie traditioneller Neonazis, zugleich aber spreche er etwa vom „großen Austausch“, erklärte der Terrorismusexperte. „Das ist eine populäre rassistische These der Neuen Rechten, die damit einen 'Kulturkampf' propagiert.“

Von RND/dpa

Der US-Kongress hat ein Ende des von Donald Trump ausgerufenen Notstands beschlossen - doch der Präsident hat sein Veto eingelegt. Nun wollen die Demokraten versuchen, seinen Widerspruch zu überstimmen. Das wird schwierig.

16.03.2019

Das islamfeindliche Attentat in Neuseeland wirft auch ein Schlaglicht auf den alltäglichen Hass auf Muslime. Ein französische Illustratorin hat ein paar Tipps, was jeder dagegen tun kann. Und glaubt, dass die Tipps auch in anderen Situationen helfen könnten.

16.03.2019

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Im Interview spricht Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) über die Schüler-Demos für mehr Klimaschutz, den GroKo-Streit über CO2-Einsparungen, Verspätungen bei der Bahn und die Probleme mit E-Autos für den Massenmarkt.

16.03.2019