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Politaktivist Kunzelmann stirbt mit 78 Jahren

Kommune 1 Politaktivist Kunzelmann stirbt mit 78 Jahren

„Kommune 1“ und die Terrorgruppe „Tupamaros West-Berlin“: Dieter Kunzelmann war als linksradikaler Aktivist der Bürgerschreck in den 60er und 70er Jahren schlechthin. Nun ist er mit 78 Jahren in Berlin gestorben.

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Der Ex-Kommunarde Dieter Kunzelmann auf der Trauerfeier für Fritz Teufel 2010.

Quelle: dpa

Berlin/Bamberg. Dieter Kunzelmann, linksradikaler Aktivist und Mitbegründer der anarchistischen „Kommune 1“, ist tot. Er starb im Alter von 78 Jahren in Berlin, wie sein früherer Anwalt Hans-Christian Ströbele am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatten die „Berliner Zeitung“ und der „Berliner Kurier“ über den Tod berichtet.

Zusammen mit Fritz Teufel und Rainer Langhans gehörte Kunzelmann zu den als „Bürgerschreck“ gefeierten Politclowns der 68er-Bewegung. Mit seinen Happenings galt er als „Chef-Provokateur“ der Studentenbewegung.

Dieter Kunzelmann wird von Polizisten weggetragen

Dieter Kunzelmann wird von Polizisten weggetragen. Rund zehn der "Kommune I" angehörende Studenten und Jugendliche haben am 9. August 1967 die Trauerfeier für den SPD-Politiker Paul Löbe vor dem Rathaus Schöneberg gestört.

Quelle: dpa

In den Künstlerkreisen Münchens gründete der am 14. Juli 1939 in Bamberg geborene Kunzelmann 1959 den deutschen Ableger einer „Situationistischen Internationale“, eine Art Widerstandszelle im Kulturbereich.

Nach seinem Weggang aus München gehörte Kunzelmann zu den Gründern der Terrorgruppe „Tupamaros West-Berlin“, die mehrere Attentate mit Brandbomben in der Stadt verübte. Anfang der 80er Jahre war er Mitglied der Fraktion der Alternativen Liste, dem Vorläufer der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, wo er immer wieder mit spektakulären Protestaktionen hervortrat.

Von dpa/RND

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