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Welt Polizei rettet Hund aus überhitztem Auto
Mehr Welt Polizei rettet Hund aus überhitztem Auto
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13:30 31.05.2018
Hunden wird es im Auto schnell zu warm. Quelle: dpa (Symbolbild)
Papenburg

Aus einem völlig überhitzten Auto hat die Polizei in Papenburg einen Hund befreit. Eine Frau entdeckte das Tier auf einem Parkplatz und versuchte vergeblich, im nahe gelegenen Einkaufszentrum den Besitzer zu finden. Dann rief sie die Polizei, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Durch das leicht geöffnete Autofenster konnten die Beamten die Tür öffnen und den Hund befreien. Das Tier habe am Mittwochnachmittag fast eine Stunde bei einer Außentemperatur von 30 Grad in dem Wagen gesessen, sagte die Sprecherin. Autos könnten sich extrem aufheizen, warnte sie. Deshalb sollten dort Tiere und Kleinkinder nie zurückgelassen werden, auch nicht bei leicht geöffnetem Fenster.

Ähnlicher Vorfall in Celle

In Celle stieß eine Helferin bei einem ähnlichen Vorfall auf wenig Dankbarkeit, zumindest beim Herrchen des betroffenen Hundes. Die 22-Jährige hatte in einem geparkten Wagen einen kleinen schwarzen Mischling gesehen, der nach ihren Angaben aufgeregt bellte und an den Scheiben hochsprang, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag mitteilte. Andere Passanten versuchten vergeblich, den Halter ausfindig zu machen. Daraufhin öffnete die Frau die Wagentür durch einen geöffneten Fensterspalt, um dem Hund Wasser zu geben. In diesem Moment erschien der etwa 60 Jahre alte Besitzer. Erbost über das eigenmächtige Handeln der 22-Jährigen soll er die Frau unflätig beschimpft und dem Hund das Wasser verweigert haben. Dann fuhr er davon, doch konnte sich die Frau nach dem Vorfall vom Mittwoch die Autonummer merken. Nun ermittelt die Polizei wegen Beleidigung.

Immer wieder werden Tiere trotz hoher Außentemperaturen in Fahrzeugen zurückgelassen. Am Montag mussten Beamte einen Hund in Mainz aus einem Fahrzeug befreien. Einen Tag darauf Am Dienstagmittag hat die Polizei auf dem Parkdeck eines Einkaufszentrums in Norden (Ostfriesland) einen Hund in einem Auto entdeckt und befreit. Ein 40 Jahre alter Mann aus Norden hatte trotz der sommerlichen Temperaturen einen kleinen Mischling in einem BMW zurückgelassen.

Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen. So sterben immer wieder Tiere, weil Halter sie im Fahrzeug lassen. Deshalb appelliert Peta, dies niemals zu tun - auch nicht, wenn das Auto auf einem schattigen Stellplatz steht oder das Fenster leicht geöffnet ist. Denn beides sorgt nicht für Abhilfe.

Darf man im Notfall die Scheibe einschlagen?

Entdeckt jemand ein Tier im Auto, sollte er schnell reagieren und den Besitzer suchen oder die Polizei rufen. Im Notfall, wenn der Hund bereits taumelt, stark hechelt, erbricht oder glasige Augen hat, ist sofortige Hilfe gefragt. Peta weist darauf hin: Wer die Fensterscheibe des Autos einschlägt, muss zwar unter Umständen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, kann dafür aber das Leben des Hundes retten.

"Wenn es dem Hund erkennbar so schlecht geht, dass das Warten auf den Besitzer oder die Polizei eine unmittelbare Gefahr für das Leben des Hundes bedeuten könnte", sei es angebracht die Scheibe einzuschlagen. Das erklärt Rechtsanwältin Daniela Mielchen aus Hamburg. Laut Bundestierärztekammer sind eindeutige Anzeichen eines Hitzschlags beim Hund starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe.

Wenn Passanten helfen, sollten sie den Schaden Fahrzeug so gering wie möglich halten. Es empfiehlt sich in jedem Fall die Situation durch Fotos oder Videos zu dokumentieren, rät Mielchen. Außerdem sollte man Zeugen ansprechen, die die Situation bestätigen können.

Denn sollte sich später herausstellen, dass man sie völlig falsch eingeschätzt hat, müsse man mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen, erklärt die Rechtsanwältin. Dann könne laut Gesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe drohen. Zusätzlich könnte der Fahrzeughalter gegen den Passanten Schadenersatzansprüche geltend machen.

Natürlich sollten Halter ihren Hund an warmen und heißen Tagen erst gar nicht im Wagen zurücklassen. Denn laut Bundestierärztekammer kann das innerhalb kürzester Zeit tödlich enden.

Von dpa/RND

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