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Panorama Zwei Jahre Jugendstrafe auf Bewährung für Eltern von toter Lara-Mia
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14:13 16.07.2010

Im Prozess um den Tod des unterernährten Babys Lara-Mia hat das Hamburger Landgericht die Mutter und ihren Lebensgefährten zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die Richter verhängten am Freitag zwei Jahre Jugendstrafe auf Bewährung gegen die 19-Jährige Mutter und neun Monat Jugendstrafe auf Bewährung gegen ihren 22 Jahre alten damaligen Lebensgefährten, der nicht der leiblicher Vater des Mädchens ist.

Sie wurden verurteilt wegen gefährlicher Körperverletzung durch Unterlassen und der Verletzung der Fürsorgepflicht, sowie Misshandlung Schutzbefohlener. Den ursprüngliche Anklagepunkt Totschlag durch Unterlassen berücksichtigte das Gericht nicht.

Lara-Mia wurde im vergangenen Jahr im Alter von neun Monaten tot in der Wohnung der damals 18-jährigen Mutter und ihres Freundes gefunden. Bei ihrem Tod wog sie nur 4,8 Kilogramm - halb so viel wie für ein Kind in dem Alter üblich. Die Staatsanwaltschaft ging in der Anklage davon aus, dass das Paar das Mädchen nicht ordentlich mit Essen und Trinken versorgt hatte. Die genaue Todesursache konnten Rechtsmediziner jedoch nicht eindeutig klären.

Chronologie
April 2010: Die Eltern der dreijährigen Sarah aus Bayern werden wegen Mordes angeklagt. Laut Anklage hatten sie das Kind so lange vernachlässigt, bis es im August 2009 an Unterernährung starb.

November 2009: Nach dem Hungertod der 14 Monate alten Jacqueline aus Nordhessen müssen die drogensüchtigen Eltern lebenslang hinter Gitter. Das Kind war im März 2007 gestorben. Bei seinem Tod wog es nur noch sechs Kilogramm. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Leipzig verwirft die Revision der Angeklagten.

April 2009: Ein schwerbehinderter neun Jahre alter Junge aus Bad Münstereifel (NRW) verdurstet und erfriert vor den Augen seiner Geschwister. Die alleinerziehende Mutter von fünf Kindern ist im Urlaub. Im April 2010 erhebt die Bonner Staatsanwaltschaft Anklage - unter anderem wegen Aussetzung mit Todesfolge.

April 2009: Gut 14 Monate nach dem Tod des kleinen Florian in Frankfurt (Oder) wird der Vater in einem Revisionsverfahren wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt. Er habe dem Kind monatelang zu wenig zu essen gegeben, befand das Gericht. Die Mutter war zu sieben Jahren Jugendhaft verurteilt worden.

Dezember 2007: Der zwei Jahre alte Robin aus dem sächsischen Kirchberg verhungert und verdurstet. Seine Mutter ist verreist und hat ihm nur eine Trinkflasche und ein paar Kekse ins Bettchen gelegt. Sie wird zunächst wegen Aussetzung zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Der BGH hebt das Urteil des Landgerichts auf. Im zweiten Prozess (August 2009) erhält sie acht Jahre Haft wegen Totschlags.

März 2005: Nach jahrelangem Martyrium verhungert die siebenjährige Jessica aus Hamburg. Die arbeitslosen Eltern hatten ihre Tochter in einem dunklen, ungeheizten Zimmer wie eine Gefangene gehalten. Sie müssen wegen Mordes lebenslang hinter Gitter. Im Oktober 2006 verwirft der BGH die Revision der Eltern gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg.

apd/dpa

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