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19:14 24.02.2014
Von Saskia Döhner
Wandern auf dem Deich – das war einmal: Für zwei von drei Fünftklässlern wird im nächsten Schuljahr die Klassenfahrt ausfallen. Quelle: dpa
Hannover

Eine Klassenfahrt zum Einstieg gehört an vielen Gymnasien zum guten Brauch. Wer allerdings in diesem Sommer in den 5. Jahrgang kommt, hat Pech. Denn mittlerweile haben 170 von landesweit rund 260 Schulen - also knapp zwei Drittel - die Klassenfahrten gestrichen. Damit protestieren die Pädagogen an den Gymnasien dagegen, dass sie ab August 24,5 anstatt wie bisher 23,5 Stunden in der Woche unterrichten sollen. Die Regierung begründet die Mehrarbeit mit dem Ausbau der Ganztagsschulen.

An allen Schulen wird zudem die zweite Stunde Altersermäßigung ausgesetzt. Eigentlich hätten ab August Lehrer ab 55 Jahren eine Stunde weniger unterrichten sollen, nun bleibt es dabei, dass weiterhin nur für die über 60-Jährigen die Unterrichtsverpflichtung reduziert wird. Die Lehrerverbände laufen schon seit dem vergangenen Sommer gegen die Beschlüsse Sturm.

Am Montag hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine Protestaktion für den 20. März angekündigt. An diesem Tag läuft die Anhörung zur neuen Arbeitszeitverordnung. Um 5 vor 12 Uhr wollen die Pädagogen mit Plakaten vor den Schulen demonstrieren. „Die Aufsicht in den Klassen ist gewährleistet, die Schüler lernen weiter, Unterricht fällt nicht aus“, sagt GEW-Chef Eberhard Brandt. Die Maßnahmen der Landesregierung seien eine Provokation für die Lehrer. Schon heute hielten nur wenige Pädagogen bis zum 62. Lebensjahr im Job durch. Wenn sich die Regierung nicht mehr an frühere Versprechen halte, die Arbeitszeit nicht zu erhöhen, verletze sie ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Beamten. Vielleicht müssten derartige Versprechen künftig in öffentlich-rechtlichen Verträgen festgehalten werden. „Falls eine Seite Wortbruch begeht, kann man dann auch im Kampf zu stärkeren Mitteln greifen“, sagt Brandt. Den Klassenfahrtenboykott habe die GEW nicht organisiert, aber er sei verständlich.

Das sieht der Landesschülerrat anders. Vorsitzender Helge Feussahrens nennt den Boykott nicht gerechtfertigt. Damit würden „soziale Grundpunkte“ gestrichen. Gerade Schüler, die in der Klasse gemobbt werden, würden durch solche Fahrten oft besser integriert. „Die Schüler leiden unter der Streichung mehr als die Lehrer unter zwei Stunden Mehrarbeit.“ Aus Sicht des Kultusministeriums ist die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung kein Grund, Klassenfahrten abzuschaffen. Lehrer an Integrierten Gesamtschulen unterrichteten schon jetzt 24,5 Stunden in der Woche und machten trotzdem Klassenfahrten.

Der Philologenverband will sich an der Protestaktion am 20. März aber nicht beteiligen: „Wir lehnen Streiks und streikähnliche Aktionen ab“, sagt Verbandsvorsitzender Horst Audritz. Die Ankündigung des Ministeriums, die Aussetzung der Altersermäßigung fortwährend zu überprüfen, müsse nichts Gutes verheißen: „Vielleicht wird dann auch die Stunde für die über 60-Jährigen gestrichen.“

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