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Panorama Bald kommt der Wein aus Niedersachsen
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19:56 21.07.2017
„Die Neugier ist größer als die Vernunft“: Hobby-Winzer Michael Winkler begutachtet seine Rebstöcke in Lenglern bei Göttingen. Quelle: dpa
Bad Iburg

Dort, wo demnächst Gerd Brinkmanns Weinreben wachsen sollen, steht zurzeit noch Mais. Doch für diesen ist der Lehmboden nicht optimal, deshalb ist es die letzte Mais-Saison. „Etwas Besseres als Wein gibt es für diese Fläche nicht“, sagt Brinkmann, der einer von Niedersachsens zehn neuen Winzern ist. Als das Landwirtschaftsministerium die Anbaurechte ausschrieb, bewarb sich der Landwirt aus Bad Iburg (Landkreis Osnabrück) – und bekam den Zuschlag. Wein hat er allerdings bisher lediglich getrunken, aber nicht selbst produziert.

Die EU macht’s möglich

Durch eine neue EU-Regelung wurde Niedersachsen im vergangenen Jahr offiziell zur Weinregion. Der kommerzielle Anbau von Trauben ist streng reglementiert, Hobbywinzer dürfen beispielsweise nur 99 Rebstöcke anbauen. In der ersten Vergaberunde der neuen Anbaurechte erhielten zehn Landwirte aus Niedersachsen grünes Licht für eine Fläche von insgesamt 7,6 Hektar.

Doch bis die ersten Flaschen entkorkt werden können, steht noch eine Menge Arbeit bevor. Gerd Brinkmann hat gerade 4300 Rebpflanzen bestellt, im kommenden Mai will er pflanzen.

Michael Winkler aus Göttingen ist schon einen Schritt weiter: Er hat bereits die ersten 5000 Quadratmeter bepflanzt. Seine Rebsorte Solaris trage sogar schon die ersten Trauben, berichtet der Neuwinzer stolz. Am liebsten wolle er direkt mit der Weinherstellung anfangen. „Ich hadere noch, ob meine Neugier größer ist als meine Vernunft.“

Sind die Rebstöcke gepflanzt, warten die nächsten Herausforderungen auf die Landwirte. Um in größeren Mengen Wein zu produzieren, braucht es aufwendige Technik – zum Pressen, Gären und Keltern. Gerd Brinkmann überlegt, erst einmal die Anlagen einer Mosterei in der Nachbarschaft zu benutzen und hofft, „dass der Wein dann nicht nach Apfelsaft schmeckt“. Winkler will sich von ehemaligen Winzern die Geräte zusammenkaufen. Bis die jungen Rebstöcke genügend Ertrag bringen, kann es bis zu drei Jahre dauern.

Ganz ohne Unterstützung von ihren erfahrenen Kollegen aus dem Süden kommen die norddeutschen Winzer noch nicht aus. Brinkmann hat Schulungen in Würzburg besucht, Winkler lässt seine Anbauflächen von einem befreundeten Winzer aus Rheinhessen „wohlwollend begutachten“.

Die bisher bewilligten Weinbauflächen liegen in der Region Hannover, den Landkreisen Göttingen, Lüneburg, Oldenburg, Schaumburg, Friesland, Osnabrück und dem Ammerland. Doch es können neue hinzukommen: Die neue Regelung erlaubt dem Bundesland bis 2020 pro Jahr fünf Hektar neue Weinfläche.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer freut sich schon auf die ersten Tropfen aus Niedersachsen: „Ich setze auf die Kreativität und Qualität unserer Neuwinzerinnen und -winzer. Womöglich gibt es ja dann bald ganz exquisiten, köstlichen Wein mit niedersächsischer Note.“     

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