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Panorama Wie ein Flüchtling uns die Angst nehmen will
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18:51 03.02.2016
Quelle: Youtube/Zukar/Screenshot
Berlin

Fast zwei Millionen Menschen haben sein Video "Zukar" schon angeklickt. Alshater steht darin mit verbundenen Augen auf dem Alexanderplatz und bittet um Umarmungen. Alle nennen den 24-Jährigen jetzt den "Flüchtlings-Youtuber". Im Interview erzählt er, wie sehr er diesen Begriff hasst.

Aus Syrien nach Deutschland geflohen

"Ich hatte nicht als Kind den Traum, als Flüchtling in Deutschland zu leben", sagte Alshater dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zu dem die HAZ gehört. "Niemand will Flüchtling sein. Das Wort tut weh." Er werde jetzt "Flüchtlings-Youtube-Star" genannt. "Das will ich nicht sein. Ich bin einfach ein Mensch."

Firas Alshater stammt aus Syrien, er wurde dort viermal verhaftet, saß neun Monate im Gefängnis, wurde gefoltert. Seit knapp zwei Jahren lernt er Deutsch und spricht es schon fast fließend. Im Herbst will er ein Studium an der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen aufnehmen und sich eine Existenz in Deutschland aufbauen.

Firas Alshater will den Deutschen Mut machen

Die aktuelle Angst vor Flüchtlingen findet der YouTube-Star übertrieben. "Wie viele Flüchtlinge sind jetzt hier, eine Million? Wir fallen doch gar nicht auf unter 80 Millionen Deutschen." Und Alshater ist sich sicher: "Die Integration wird klappen, irgendwann."

Selbstbewusst sagt er: Die Deutschen müssten lernen, andere zu akzeptieren. "Wir müssen doch nicht alle gleich sein. Wir müssen andere Meinungen zulassen, das bedeutet Freiheit. So lange ich niemand störe und die anderen akzeptiere, soll ich doch machen können, was ich möchte."

Er plant einen zweiten Youtube-Clip

Nach dem Medienrummel muss er nun dringend mit der zweiten Folge von "Zukar" beginnen. Die Serie soll Deutsche und Flüchtlinge einander näherbringen. "Sie leben nebeneinander her. Sie begegnen sich in der U-Bahn, aber sprechen unterschiedliche Sprachen und kommen sich daher nicht nahe, obwohl sie in einem Land wohnen."

Von Jan Sternberg

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