Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Werte für Cäsium und Jod in Fukushima stark gestiegen
Mehr Welt Panorama Werte für Cäsium und Jod in Fukushima stark gestiegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:53 26.04.2011
Die verhängte Sperrzone um Atomkraftwerk Quelle: dpa

Die Werte für radioaktives Cäsium 134 und Cäsium 137 sowie für Jod 131 im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben sich im Vergleich zu den vor einem Monat gemessenen Daten vervielfacht. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Dienstag berichtete, wuchs der Wert für Cäsium 134 und 137 etwa um das 250-fache. Bei Jod 131 sei es etwa das Zwölffache gewesen. Deswegen muss der AKW-Betreiber Tepco nach einigen Angaben der Beseitigung des radioaktiven Wassers Priorität einräumen.

Wie japanische Medien unter Berufung auf Tepco am Dienstag weiter berichteten, steigt der Pegelstand des radioaktiv verseuchten Wassers weiter an. Es seien in den vergangenen Tagen jeweils wenige Zentimeter hinzugekommen.

Tepco kündigte am Wochenende an, weitere Zwischenlager für hoch radioaktives Abwasser bauen zu wollen. Tepco möchte so bis Anfang Juni Kapazitäten für 31.400 Tonnen Wasser schaffen, berichtete der Fernsehsender NHK. Danach sollen bis Dezember jeden Monat weitere Behälter aufgebaut werden, falls die Filterung des Wassers und die Kühlsysteme nicht wie geplant im Juni wieder funktionieren.

Tepco muss derzeit etwa 70.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Abwasser aus den Turbinengebäuden und aus Tunneln pumpen, das zur Notkühlung der beschädigten Reaktoren benutzt worden war. Das Wasser behindert die Reparaturarbeiten am Kühlsystem und gefährdet die Arbeiter. Das Kraftwerk war durch das Megaerdbeben und den nachfolgenden Tsunami am 11. März schwer beschädigt worden.

Japanisches Kaiserpaar will Katastrophenregion besuchen

Der japanische Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko wollen die Katastrophenregion im Nordosten des Landes besuchen. Auf dem Reiseplan stehen die Präfekturen Miyagi, Iwate und Fukushima, die von dem Megabeben der Stärke 9,0 und dem anschließenden Tsunami am 11. März verwüstet worden waren. Die Katastrophe tötete mehr als 14 000 Menschen, etwa 12 000 gelten als vermisst.
Nach Miyagi will das Paar am Mittwoch fliegen. Für den 2. Mai ist eine Visite in Iwate geplant. Fukushima steht am 11. Mai auf dem Terminkalender. Bereits Anfang April hatte das Kaiserpaar zwei Städte in der Region Kanto in Ostjapan besucht, die auch von dem Desaster betroffen sind.

dpa

Mehr zum Thema

Die Kühlung der Reaktoren in Fukushima mit Wasser über provisorisch installierte Leitungen hat Schlimmes verhindert. Doch die radioaktiv verseuchte Brühe wird zunehmend zum Problem: Sie behindert die Reparaturen, gefährdet die Arbeiter und greift die Bausubstanz an.

23.04.2011

Die Nordostküste Japans ist am Donnerstag erneut von einer Erdbeben-Serie erschüttert worden - das heftigste erreichte eine Stärke von 6,1. Die japansiche Regierung verstärkt indes den Schutz der Menschen rund um die havarierten AKW in Fukushima. In Schulen gelten neue Grenzwerte.

21.04.2011

Die Menschen aus den Katastrophengebieten Japans müssen noch lange Zeit als Flüchtlinge leben. Doch trotz der Strahlengefahr kehren immer wieder Bewohner in die Evakuierungszone um die Atomruine zurück. Das ist jetzt nur noch mit einer Genehmigung möglich.

21.04.2011

Seit langem werden in Hamburg wieder Autos angezündet. In der Nacht zu Dienstag brannten 13 Fahrzeuge und beschäftigten die Feuerwehr nach Ostern.

26.04.2011

Es sind brutale Szenen, die die Bilder einer Überwachungskamera in einer U-Bahn-Station in Berlin Mitte zeigen. Ein 18-jähriger Schüler tritt einem 29-Jährigen, der am Boden liegt, brutal mehrfach gegen den Kopf. Nachdem er sich am Osterwochenende noch gestellt hatte, ist er nun wieder auf freiem Fuß.

26.04.2011

Schon vor der Hochzeit gibt es Ärger für Kate und William: Menschenrechtsaktivisten stören sich an der Einladung von Herrscherfamilien aus dem Nahen Osten, die es mit der Einhaltung der Menschenrechte nicht immer genau nehmen. Die ehemaligen britischen Premierminister Brown und Blair sind dagegen nicht willkommen.

25.04.2011