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Panorama Unerwiderte Liebe: Student soll Kommilitonin getötet haben
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14:56 18.01.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Mühlhausen

 Ein Student aus Osterode am Harz soll sich nach dem Willen der Staatsanwaltschaft im thüringischen Mühlhausen vor Gericht verantworten. Sie hat Anklage wegen Mordes gegen den 26-Jährigen erhoben. Die Anklage wirft dem Mann vor, eine 22-jährige Kommilitonin heimtückisch und aus niederen Beweggründen getötet zu haben. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, hat der BWL-Student der Frau im vergangenen Sommer die Kehle mit einem Jagdmesser durchgeschnitten und mehrfach auf sie eingestochen – offenbar aus unerwiederter Liebe. Die Frau verblutete.

Sie wollte nur Freundschaft

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Angeschuldigte sein späteres Opfer im gemeinsamen Studium an der Hochschule Nordhausen kennengelernt und sich in sie verliebt. „Die attraktive junge Frau erwiderte jedoch seine Liebe nicht, sondern bestand auf einer freundschaftlichen Beziehung“, sagte der Mühlhausener Staatsanwalt Dirk Germerot. „In der Absicht, sich die Aufmerksamkeit der jungen Frau zu sichern, belog der Angeklagte sie und gab vor, Chef des Katastrophenschutzes in Erfurt zu sein. Er bot an, ihr dort eine Stelle als Personalchefin vermitteln zu können. Der Arbeitsvertrag sollte am 29. August 2017 in Bonn unterschrieben werden.“

Angriff mit dem Jagdmesser

Die junge Frau glaubte das. Sie begleitete den 26-Jährigen in dessen Wohnung, um am folgenden Tag nach Bonn zu fahren. Auf der Couch im Wohnzimmer legte sie sich schlafen. Da muss dem Studenten gedämmert haben, dass seine Lüge am folgenden Tag auffliegen würde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft habe er der 22-Jährigen mit dem Griff eines Jagdmessers heftig gegen den Kopf geschlagen. Stark blutend und völlig benommen hat sie laut Staatsanwaltschaft nicht realisiert, wer dafür verantwortlich war. Der 26-Jährige soll zunächst so getan haben, als informiere er die Rettungsleitstelle.

Stattdessen schnitt er seiner Kommilitonin kurz darauf die Kehle durch. Anschließend hat er erfolglos versucht, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Dann rief der Student die Rettungsleitstelle an. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Ein psychiatrisches Gutachten zur Klärung der Schuldfähigkeit des Mannes liegt laut Staatsanwaltschaft noch nicht vor.

 

Von Karl Doeleke

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