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Zweifel am Untergrund

"Stuttgart 21" Zweifel am Untergrund

Die Wut gegen „Stuttgart 21“ wächst: Dutzende Demonstranten blockieren die Zufahrt für die Abbruchgeräte. Die Protesfront geht quer durch alle Lager - und kann sich auch auf neue bautechnische Einwände stützen.

Baut das Projekt Stuttgart 21 in Teilen auf riskantem Untergrund? In der „Süddeutschen Zeitung“ warnte der Architekt Frei Otto, 85, vor Arbeiten in einem Terrain, das an zahlreichen Stellen mit dem Mineral Anhydrit durchsetzt sein soll. Das Material schwemmt um die Hälfte auf, wenn es lange Zeit mit Wasser in Berührung kommt, und dränge alles umgebende Material zur Seite.

Das könnten etwa Tunnel sein, die für das Schienenprojekt im Stuttgarter Talkessel gebaut werden. Gefährlich sei zudem, dass für den tiefergelegten Hauptbahnhof Grundwasser abgepumpt und so im Boden gehalten werden soll, dass es umliegende Gebäude trage. Frei Otto schließt daher nicht aus, dass sich der Turm des denkmalgeschützten Bahnhofs zur Seite neigen könnte.

Die Bewältigung von Problemen dieser Art könne extrem teuer sein und die Fertigstellung des Großprojekts lange Zeit hinauszögern. Der Sachverständige stieg Anfang 2009 bei dem Projekt aus, er gehörte bis dahin zu dem Team um den Architekten Christoph Ingenhoven, nach dessen Entwurf der Tunnelbahnhof gebaut werden soll. Der Sprecher von Stuttgart 21, Wolfgang Drexler, reagierte am Donnerstag auf diese Kritik und verwies darauf, dass Planungen der Bahn auf „erkundeten geologischen Verhältnissen“ beruhten. Drexler sprach von jahrzehntelangen verlässlichen Erfahrungen im Tunnelbau.

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„Stuttgart 21“
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