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Panorama Zwei Wölfe von Autos überfahren
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22:39 06.03.2017
Seit 2015 gibt es immer mehr Wolfsrudel in der Bundesrepublik. Quelle: Archiv
Schwerin/Ratzeburg

Gleich zwei Wölfe sind in Norddeutschland zu Wochenbeginn von Autos erfasst und getötet worden - in Regionen, die bislang nicht zu den bekannten Wolfsrevieren zählen. Am frühen Montagmorgen wurde ein Wolf auf der Autobahn 24 Hamburg-Berlin von einem Kleintransporter erfasst. Kurz zuvor war in der Nähe von Ratzeburg (Schleswig-Holstein) ebenfalls ein Wolf überfahren worden. Die Kollision auf der A 24 ereignete sich wenige Kilometer westlich des Autobahnkreuzes Schwerin in Höhe der Ortschaft Rastow, wie ein Polizeisprecher sagte. Nördlich der A 24 hatte es bislang kaum Hinweise auf Wölfe gegeben.

Nach Angaben einer Sprecherin des Umweltministeriums in Schwerin spreche bislang vieles dafür, dass die getöteten Wölfe dem Rudel entstammen, das seit etwa vier Jahren in der Lübtheener Heide südlich von Ludwigslust heimisch ist. Aus Polen kommend hat das Raubtier seit dem Jahr 2000 den gesamten Osten Deutschlands und Niedersachsen besiedelt. Die Zahl der Wolfsrudel stieg nach Expertenangaben von 31 im Jahr 2015 auf knapp 50 im Jahr 2016. Dazu kommen etliche Wolfspaare und Einzeltiere.

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