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Panorama Weltweite Trauer um „Mr. Spock“
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19:16 28.02.2015
Leonard Nimoy ist am Freitag, 27. Februar, im Alter von 83 Jahren gestorben. Quelle: dpa
New York

Seine spitzen Ohren und die nach oben gezogene Augenbraue machten ihn weltberühmt. Nun ist „Mr. Spock“ tot. Leonard Nimoy, der Darsteller des Halb-Vulkaniers aus „Raumschiff Enterprise“, starb am Freitag im Alter von 83 Jahren, wie sein Agent der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. An der Seite von „Captain Kirk“ und der restlichen „Enterprise“-Crew schrieb Nimoy Fernsehgeschichte. Trekkie-Fans, Schauspielkollegen und sogar der amerikanische Präsident zeigten sich bestürzt über seinen Tod.

„Ich habe Spock geliebt“, sagte Barack Obama laut Mitteilung in Washington. 2007 habe er Nimoy persönlich getroffen und ihn natürlich mit dem vulkanischen Gruß empfangen, bei dem eine Hand erhoben und die Finger nur zwischen Ring- und Mittelfinger gespreizt werden. Seine Frau Michelle und er würden Nimoy nun schmerzlich vermissen.

„Ich habe ihn wie einen Bruder geliebt“, schrieb der „Captain Kirk“-Darsteller William Shatner (83) beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Wir alle werden seinen Humor, seine Begabung und seine Fähigkeit zu lieben vermissen.“ „Leonard Nimoy war mehr als Mr. Spock. Aber Mr. Spock ist sein Geschenk an uns alle“, würdigte Oscar-Preisträger Tom Hanks (58) seinen Kollegen.

„Mein Herz ist gebrochen. Ich liebe dich sehr mein guter Freund und ich werde dich jeden Tag vermissen“, schrieb Zachary Quinto (37) auf Instagram. Er spielte Spock in den Filmen „Star Trek“ (2009) und „Star Trek Into Darkness“ (2013). Nimoy hatte in „Star Trek Into Darkness“ seinen letzten kleinen Filmauftritt.

Die Todesursache des Schauspielers sei eine schwere Lungenerkrankung im Endstadium gewesen, sagte seine Ehefrau Susan Bay Nimoy der „New York Times“. Schon im Vorjahr hatte Nimoy, der lange geraucht, aber schon vor Jahrzehnten aufgehört hatte, mitgeteilt, dass er an der sogenannten chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leide. Dabei verursachen Verengungen der Atemwege Probleme wie Atemnot, Husten und Auswurf.

Nimoy selbst hatte sich vor vier Tagen zum letzten Mal öffentlich per Twitter zu Wort gemeldet: „Das Leben ist wie ein Garten. Perfekte Momente sind möglich, aber sie können nicht bewahrt werden, außer im Gedächtnis“, schrieb er und beendete die Twitter-Mitteilung wie gewohnt mit der bekannten Grußformel von „Mr. Spock“: „LLAP“ - „Live long and prosper“, in deutscher Variante etwa „lebe lang und in Frieden“.

Nimoy wurde 1931 in Boston als Sohn jüdisch-orthodoxer Einwanderer aus der Ukraine geboren. Schon als Kind begann er mit der Schauspielerei. Später spielte er in zahlreichen Filmen und TV-Serien mit und arbeitete auch als Regisseur, Produzent und Fotograf. Bekannt wurde und blieb er aber in erster Linie mit einer Rolle: der des Halb-Vulkaniers „Mr.Spock“ in der Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“ und den „Star Trek“-Filmen.

Lange Zeit tat er sich damit schwer und nannte seine erste Autobiografie sogar provozierend: „Ich bin nicht Spock.“ Irgendwann fand er sich jedoch damit ab. „Wie viele Schauspieler können schon von sich behaupten, dass sie über Jahrzehnte hinweg mit einer bestimmten Rolle identifiziert werden?“, sagte er später einmal. Als Mr. Spock prägte er unvergessliche Leinwandsprüche, darunter „Logik ist der Anfang aller Weisheit, nicht das Ende“ und „Wenn ich ein Mensch wäre, wäre meine Antwort mit großer Wahrscheinlichkeit 'Fahrt zur Hölle!'. Wenn ich ein Mensch wäre ...“.

Auch die US-Raumfahrtagentur Nasa gab per Twitter ihre Trauer kund: „So viele von uns bei der Nasa wurden von Star Trek inspiriert.“ Die Welt habe einen „großen Mann“ verloren, schrieb Nimoys „Enterprise“- Kollege George Takei, der „Hikaru Sulu“ in der Serie gespielt hatte, bei Facebook. „Wir geben dich jetzt den Sternen wieder, Leonard. Du hast uns beigebracht "lang und in Frieden zu leben" und das hast du auch wirklich getan, mein Freund. Ich werde dich auf so viele Arten und Weisen vermissen.“

dpa

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