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Panorama Zehn Tipps vom Papst
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22:45 03.08.2014
Von Matthias Koch
8. Nicht so negativ sein. Wer es nötig habe, über Dritte schlecht zu reden, zeige wenig Selbstwertgefühl. Quelle: dpa
Vatikanstadt

Listen sind in. Fünf Dinge, die man hier oder da unbedingt vermeiden sollte. Sieben Geheimtipps für dieses und jenes. Jetzt reiht sich nahtlos der Papst ein: Dem Magazin „Viva“ in Argentinien verriet er zehn Tipps für ein glückliches Leben. Deutsche Nachrichtenagenturen ließ das Thema kalt. Über amerikanische, britische und vatikanische Internetportale wurde es aber weit verbreitet. Hier die päpstlichen Top Ten:

1. „Campa e lascia campa“ – leben und leben lassen. In Rom, sagt Franziskus, habe er die italienische Variante aufgeschnappt: Bewege dich und lass auch andere sich bewegen. Dies sei der erste Schritt zu Frieden und Glück.
2. Offen bleiben für andere. Wer nichts für andere tue, werde immer egozentrischer und laufe am Ende Gefahr, innerlich in Richtung Fäulnis umzukippen „wie ein stehendes Gewässer“. Zu jenen, die Hilfe brauchen, gehörten Flüchtlinge: „Man muss ihnen Türen öffnen und für sie sorgen.“
3. Bewegung und Ruhe verbinden. Franziskus zitiert den Schriftsteller Ricardo Güiraldes, der in einem Roman einen Mann sagen lässt, in seiner Jugend sei er ein strudelnder, reißender Strom gewesen; erst im Alter habe er eine Bewegung verspürt wie ein ruhiger Fluss.
4. Freie Zeit genießen. Dazu gehören Lesen, Kreativ sein, Spaß haben. „Eltern müssen, auch wenn sie beruflich stark eingespannt sind, unbedingt Zeit zum Spielen mit den Kindern einplanen.“ Beim Essen gehöre das Fernsehgerät ausgeschaltet.
5. Die Sonntage frei halten. „Das ist der Tag der Familie.“
6. Jobs schaffen für junge Leute. Man müsse ihnen Qualifikationen verschaffen, die sie in die Lage versetzen, „den Speck nach Hause zu bringen“ und die darin liegende Würde zu spüren.
7. Die Umwelt schützen.
8. Nicht so negativ sein. Wer es nötig habe, über Dritte schlecht zu reden, zeige wenig Selbstwertgefühl.
9. Nicht andere bekehren wollen. Wer andere von seinem Glauben überzeugen wolle, mache alles nur schlimmer. Überzeugen könne man nur durch positive eigene Beispiele.
10. Für Frieden arbeiten. Frieden ergebe sich nie von selbst, man müsse ihn fordern, sich für ihn einsetzen.

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