Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Yan und Yulia liegen im Trend
Mehr Welt Panorama Yan und Yulia liegen im Trend
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:27 21.07.2015
Alte Namen neu geschrieben: Mit einem kleinen Buchstabenwechsel erhalten traditionelle Namen ein neues Gesicht. Quelle: dpa
Ahrensburg

In Deutschland erlebt gerade ein neuer Namenstrend seinen Durchbruch: Eltern wollen für ihren Nachwuchs einen möglichst individuellen Namen – aber bitte mit traditionellem Klang. Die Lösung ist der Buchstabenwechsel. Ein Y für ein J – und Yulia ist wieder en vogue oder Yan erlebt neue Höhenflüge. Ein C ersetzt das K: Dann wird aus dem rustikalem Karl dank einem simplen Trick der schicke Carl.

"Bei uns sucht man zur Zeit eher nach großen Individualisierungsmerkmalen, die trotzdem alltagstauglich sind", sagt Namensexpertin Frauke Rüdebusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache. Viele Eltern wollten ihrem Kind mit einem ausgefallenen und individuell klingenden Vornamen möglichst viel Individualismus mitgeben – besonders, weil der Name auf den ersten Blick etwas eigentümlich aussehen.

Karl wird zu Carl gepimpt

"Manchmal hat man sich einfach an den alten Namen sattgesehen", erklärt auch Namensforscher Knud Bielefeld aus Schleswig-Holstein dieses neue Namensphänomen. Gerade, weil Karl einer der beliebtesten Jungennamen im 20. Jahrhundert gewesen sei, wolle man ihn wieder originell machen.

Kleine, aber auffällige Veränderungen in beliebten Vornamen hätten besonders in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen, sagt Bielefeld. Die Bedeutung bleibe zwar dieselbe, die kleine Nuance mache den Namen aber exotischer. "Viele wollen den Namen genau darum: Der Klang scheint ganz normal, aber das Aussehen macht einen originellen Anschein", sagt der Hobby-Namensforscher. Weil Carl für viele schicker und urbaner aussieht und Yulia sich einzigartig macht, kletterten die Namen in den vergangenen Jahren unaufhörlich hoch in Bielefelds Hitlisten.

Auch Jungennamen sollen weich klingen

Namen sollen heutzutage nicht mehr brachial wie Karl-Heinz klingen, Jungennamen nähern sich im Klang tendenziell den Mädchennamen an. Bielefeld erkennt dafür einen klaren Grund: "Heute müssen alle Namen niedlich, lieblich und weich klingen." Luca, Noah, Mika liegen im Trend.

In den USA ist man schon einen Schritt weiter. Hier sind derzeit Unisexnamen in Mode. Sind James und Wyatt Mädchen oder Jungen? Das bleibt unklar, bis man das Kind sieht. US-Medien schreiben in einer Halbjahresbilanz zu Vornamen schon, dass 2015 als "Jahr der geschlechtsneutralen Namen" in die Geschichte eingehen könnte.

Claudia Thaler

Panorama Gefährlicher Zwischenfall in Polen - Lufthansa-Flugzeug kollidiert fast mit Drohne

Ein Flugzeug der Lufthansa ist in Warschau beinahe mit einer Drohne zusammengestoßen. Der Pilot habe das Flugobjekt kurz vor der Landung in nur rund 100 Metern Entfernung gesichtet, sagte ein Flughafensprecher am Dienstag dem Sender TVN24.

21.07.2015

Die angestrebte Fusion der Landkreise Hildesheim und Peine ist vorerst geplatzt. Nachdem die Abstimmung im Kreistag in Hildesheim am Montagabend mit einem Patt endete, wollen beide Landräte sich am Donnerstag zum weiteren Vorgehen äußern, sagte ein Sprecher des Kreises Hildesheim.

21.07.2015
Panorama Surfer Mick Fanning spricht nach Haiangriff - "Du bist eines Tages an der Reihe"

Mick Fanning kann selbst nicht verstehen, wie er überlebt hat, wie er ohne einen Kratzer aus dem Wasser kam, nachdem ihn ein Hai vor der Küste Südafrikas angegriffen hatte. Der Surfweltmeister berichtet daheim in Australien über den Angriff. Wann er ins Wasser zurückkehren wird, lässt er offen.

21.07.2015