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Panorama Wrackforscher retten "Heuler" bei Mumien-Suche das Leben
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14:10 01.07.2010
Der nach dem Forschungsschiff und dem verschwundenen Segler „Ludwig Gottfried“ benannte Heuler wird derzeit in einer Seehundsstation aufgepäppelt. Quelle: dpa (Archiv)

Auf der Suche nach ägyptischen Mumien haben Wrackforscher vor Cuxhaven einem jungen Seehund das Leben gerettet. Der „Heuler“ sei inzwischen wohlauf, Hinweise auf die Mumien habe es aber noch nicht gegeben, sagte eine Sprecherin des Cuxhavener Wrackmuseums am Donnerstag. Die Suchaktion galt eigentlich dem 1822 gesunkenen Segelschiff „Gottfried“, das zahlreiche archäologische Funde aus Ägypten an Bord hatte. Die Wissenschaftler waren mit dem Spezialschiff „Ludwig Prandtl“ des Küstenforschungszentrums GKSS in Geesthacht unterwegs. Aus den jetzt gesammelten Daten erhoffen sich die Forscher nun eine Spur zu dem Wrack.

Die Rettung des jungen Seehundes ist die menschelnde Seite eines Dramas, das Historiker seit Jahrzehnten beschäftigt. Sie hoffen, mit dem Wrack der „Gottfried“ wertvolle archäologische Funde aus Ägypten zu entdecken. Das nur 20 Meter lange Segelschiff hatte antike Kunstgegenstände aus Ägypten an Bord, die für die Königlich Preußischen Sammlungen in Berlin bestimmt waren. Mit der „Gottfried“ gingen 97 Kisten unter, darunter auch ein Granit-Sarkophag. Einige Mumien wurden seinerzeit an Land gespült und später in Hamburg versteigert. Auch sie gelten als verschollen.

Bislang gibt es nur Vermutungen, wo das Schiff untergegangen ist. Exakte Hinweise auf den Ort erhoffen sich die Wissenschaftler nun aus den Echolot- und Sonaruntersuchungen des Meeresbodens, die von Bord der „Ludwig Prandtl“ vorgenommen wurden. Wann die Auswertung der Daten abgeschlossen ist, sei noch unklar, sagte die Sprecherin.

Ein Teil der damaligen Schatzkäufe waren auf dem Landweg nach Berlin gebracht worden. Der Inhalt jener 20 Kisten bildete den Grundstock des Ägyptischen Museums. Nachbildungen der versunkenen Stücke sind derzeit in der Sonderausstellung „Versunken in der Elbe - Schätze vom Nil“ im Natureum Unterelbe in Balje (Kreis Cuxhaven) zu sehen.

Der nach dem Forschungsschiff und dem verschwundenen Segler „Ludwig Gottfried“ benannte Heuler wird derzeit in einer Seehundsstation aufgepäppelt. Anschließend soll er wieder in der Nordsee ausgewildert werden.

dpa

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