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Panorama Wer wird Spitzenkandidat der CDU?
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20:15 31.08.2016
Eine Einigung wäre auch im Sinne der CDU: Landtagspräsident Bernd Busemann (Bild) gegen Bernd Althusmann. Quelle: Holger Hollemann
Hannover

Offiziell wollen sich weder Althusmann noch Busemann zu dem Thema äußern. Auch die Landespartei verweist gebetsmühlenartig auf den festgelegten Fahrplan: Nach der Kommunalwahl am 11. September werden das Präsidium und der Vorstand des Landesverbands am 16. und 17. September das weitere Verfahren festlegen. Die endgültige Entscheidung soll ein Landesparteitag am 26. November in Hameln fällen.

Doch womöglich werden die Weichen schon früher gestellt. Denn es gibt Hinweise, dass der 64-jährige Busemann eine ganz andere Strategie verfolgen könnte: Er hält den Preis hoch - und wird auf eine Gegenkandidatur zu Althusmann verzichten, wenn er im Gegenzug Unterstützung für seine erneute Nominierung als Landtagspräsident bekommt.

Frühzeitiger Deal?

Das klingt zunächst nach einem schlechten Tausch: Nachdem Busemann auf diesem Posten in der aktuellen Legislaturperiode einen allseits anerkannt guten Job gemacht hat, ist er für eine zweite Amtszeit eigentlich gesetzt. Die Sicherheit hätte er aber nur im Falle eines Wahlsieges, wenn die Union viele Posten zu verteilen hätte. Müsste die Partei erneut auf die Oppositionsbank, dürften sich plötzlich mehrere CDU-Spitzenpolitiker für den Posten des Landtagspräsidenten interessieren - denn es wäre der einzige Spitzenjob, den die Union noch hätte. Mit einem frühzeitigen Deal würde Busemann seine politische Karriere absichern.

Althusmann gilt als Favorit

Zumal im Kampf um die Spitzenkandidatur die Favoritenrolle klar zu sein scheint. Fragt man in der Landes-CDU nach, wer den aktuellen SPD-Ministerpräsidenten Stephan Weil herausfordern könne, wird schon seit Längerem nur noch ein Name genannt: Bernd Althusmann. Der ehemalige Kultusminister hatte im Januar 2013 mit der Wahlniederlage von Schwarz-Gelb nicht nur sein Amt, sondern auch sein Mandat im Landtag verloren und war für zweieinhalb Jahre als Leiter der örtlichen Konrad-Adenauer-Stiftung nach Namibia gegangen.

In den Jahren davor hatte er sich aber sowohl als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion als auch als Kultusminister in seiner Partei den Ruf erworben, führungsstark und fachlich versiert zu sein. Ähnlich wie Weil bei der SPD vor fünf Jahren gilt Althusmann nicht als aufregendes Experiment, sondern entspricht eher dem Wunsch der Partei nach einem soliden Kandidaten, dem man einen unfallfreien Wahlkampf und - im Fall eines Wahlsiegs - eine kompetente Amtsführung zutraut. Einige raunen, dass der Lüneburger im Hintergrund schon Gespräche führt, um ein Schattenkabinett zusammenzustellen.

Busemann sei redegewandt und volksnah

Ganz aus dem Rennen ist Busemann damit freilich noch nicht. Bislang hat er sich als politisch meinungsstarker Landtagspräsident gezeigt, der oft und gerne die Öffentlichkeit sucht. Vor allem im Westen Niedersachsens gibt es Parteifreunde, die sich den Landtagspräsidenten als Spitzenkandidaten gut vorstellen könnten. Käme es zu einer Urwahl, werden dem redegewandten und volksnahen Busemann durchaus Chancen nachgesagt.

Doch das Interesse der CDU an einer Kampfabstimmung dürfte begrenzt sein: Erst kürzlich hat die Union in Baden-Württemberg gezeigt, wie ein solches Verfahren einen Landesverband geradezu zerreißen kann. Es wird befürchtet, dass ein Duell „Bernd gegen Bernd“ zwischen dem Emsländer Busemann und dem Lüneburger Althusmann auch in Niedersachsen ganze Regionsverbände gegeneinander aufbringen könnte. Deal statt Duell - das wäre auch im Sinne der Union.

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