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Panorama Wird Altes Land Weltkulturerbe?
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15:33 26.04.2011
Das Alte Land mit mehr als 400 Baudenkmälern erstreckt sich über eine Fläche von 170 Quadratkilometern zwischen Hamburg und Stade. Quelle: dpa (Archiv)

Das Alte Land soll Weltkulturerbe werden. Für dieses Ziel kämpfen die niedersächsischen Kommunen Lühe und Jork (Kreis Stade). Sie wollen bis zum Herbst den entsprechenden Antrag stellen. Doch das Alte Land ist zwar eine Kulturlandschaft, liegt aber zu zwei Dritteln in Niedersachsen und zu einem Drittel in Hamburg. Die Niedersachsen hoffen, dass die Hansestadt bei der seit Jahren diskutierten Welterbe-Initiative mitzieht, doch dort gibt es viele wirtschaftliche Bedenken.

Jorks Bürgermeister Rolf Lühmann (CDU) hat deshalb einen Brief an Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) geschrieben. Wie die Antwort aussehen werde, sei noch unklar, sagt der Sprecher der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Volker Dumann. Bis dahin will er sich nicht näher äußern, ebenso die Sprecherin des Bezirksamtes Harburg, Petra Schulz. Das Bezirksamt ist für den Hamburger Teil des Alten Landes verantwortlich. „Wir halten uns jetzt zurück“, sagt Schulz. Sie erklärt lediglich, es gebe „gewisse Bedenken“, weil „der Süderelberaum auch ein Wirtschaftsraum“ sei, in dem viele Unternehmen angesiedelt seien. Mit dem Unesco-Siegel dürften für sie keine Nachteile verbunden sein.

Das Alte Land mit mehr als 400 Baudenkmälern erstreckt sich über eine Fläche von 170 Quadratkilometern zwischen Hamburg und Stade. Es wird von Nebenflüssen der Elbe auf natürliche Weise in drei Bezirke gegliedert, die seit dem Mittelalter als „Meilen“ bezeichnet werden. Holländische Siedler kultivierten das Alte Land im 12. Jahrhundert. Zeugnisse dieser Geschichte wie Deiche, Entwässerung und Siedlungsstrukturen seien im Wesentlichen bis heute erhalten, berichtet Bürgermeister Lühmann.

„Dies ist eine ganz besondere Kulturlandschaft, wir müssen alle an einem Strang ziehen“, meint die Vorsitzende des Vereins für die Anerkennung des Alten Landes zum Welterbe der Unesco, Kerstin Hintz, in Jork. Ziel des Vereins ist es, das Alte Land mit vergleichbaren Gebieten in den Niederlanden und Polen gemeinsam als Welterbe anerkennen zu lassen. Für Hintze steht fest: Die niedersächsischen Kommunen werden die Bewerbung für die Vorschlagsliste ihres Bundeslandes auch einreichen, wenn Hamburg den Antrag erst einmal nicht unterstützen will.

Mit dem Projekt verbinden die Altländer viele Hoffnungen: „Der Welterbestatus bietet in jedem Fall eine gesicherte Zukunftsperspektive und viel internationale Aufmerksamkeit“, ist Hintz überzeugt. Es sei dann nicht mehr möglich, “über die einzigartige Landschaft einfach drüber wegzuplanen“. Zudem sollen noch mehr Touristen angelockt werden.

Nach Worten des Bürgermeisters von Jork konnten inzwischen auch die Obstbauern von dem Vorhaben überzeugt werden. Sie werden nach seinen Angaben mit am Tisch sitzen, wenn der Antrag in den nächsten Monaten formuliert wird. Schließlich solle der angestrebte Titel den Obstbau in keiner Weise behindern, betont Lühmann. „Wir wollen keine Museumslandschaft werden. Aber wir wollen, dass die Landschaft, so wie sie seit Jahrhunderten ist, in ihren Strukturen erhalten bleibt.“

dpa

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