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Panorama Tote und Hunderttausende ohne Strom
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08:58 13.02.2014
DAs Winterchaos in den USA fordert erste Tote in den Südstaaten Quelle: dpa
Atlanta

Mehrere US-Südstaaten versinken in Eis und Schnee. Mindestens zehn Menschen starben, wie US-Medien berichteten. Vom Bundesstaat Texas bis an die Ostküste waren am Mittwochabend (Ortszeit) mehr als 480 000 Wohnungen, Häuser und Unternehmen von der Stromversorgung abgeschnitten. Mehr als 3700 Flüge wurden am Mittwoch gestrichen, berichtete die Website Flightaware.com. Für Donnerstag seien vorsorglich bereits mehr als 4000 Flüge abgesagt worden, hieß es weiter. Der Wetterkanal "Weather Channel" bezeichnete den erneuten Wintereinbruch im wärmeverwöhnten Süden als einen der schlimmsten seit Jahren.

US-Präsident Barack Obama rief für 126 Bezirke in den besonders stark betroffenen Staaten Georgia und South Carolina den Notstand aus. Er werde laufend über die "sehr komplexe Wetterlage" informiert, sagte Regierungssprecher Jay Carney.
Die Nationale Katastrophenschutzbehörde FEMA stand in den betroffenen Staaten mit Generatoren, Wasser, Essen, Decken und Pritschen bereit. Weniger geplagte Orte liehen zusätzliche Streufahrzeuge an ihre Nachbarn aus.
Die Menschen wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und sich warm zu halten. "Stocken Sie ihre Vorräte auf", riet Georgias Gouverneur Nathan Deal. Hunderttausende Betten standen in Notunterkünften für diejenigen bereit, die wegen glatter Straßen nicht nach Hause fahren konnten. Mancherorts kam es trotzdem zu langen Staus auf den Highways.

Bereits am Mittwoch wurden Schulen geschlossen, um Einsatzkräften die Aufräum- und die Reparaturarbeiten an Stromleitungen zu erleichtern. Auch am Donnerstag sind Schulschließungen angeordnet. Weil in den USA viele Leitungen überirdisch an Masten verlaufen, können Äste und Bäume, die unter den Schnee- und Eismassen auf Kabel stürzen, ganze Nachbarschaften vom Stromnetz abkoppeln. Deal warnte vor auf der Straße liegenden Stromleitungen.

Erst vor zwei Wochen hatte eisiges Winterwetter im Süden der USA zu einem Verkehrschaos geführt, bei dem Autofahrer teils 18 Stunden und länger in ihren Fahrzeugen feststeckten. Tausende Schüler mussten in Schulen übernachten, mindestens ein Kind kam in einem der gestrandeten Autos zu Welt. Georgias Gouverneur Deal wurde Ende Januar für sein schlechtes Katastrophenmanagement kritisiert und war am Mittwoch sichtlich bemüht, einen besseren Job zu machen.

dpa

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