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Panorama Weitere Opfer nach Explosion bei BASF befürchtet
Mehr Welt Panorama Weitere Opfer nach Explosion bei BASF befürchtet
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06:57 18.10.2016
Blick auf das brennende BASF-Gelände in Ludwigshafen. Quelle: dpa
Ludwigshafen

Nach der schweren Explosion auf dem Werksgelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen mit mindestens zwei Toten geht am Dienstag die Ursachenforschung weiter.

„Das Feuer ist zwar aus“, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Dienstagmorgen. Die Lage sei aber nach wie vor diffus. „Für die Rettungskräfte ist es schwer, an den Unglücksort heranzukommen.“

Zwei Menschen werden noch vermisst

Am Montagvormittag waren mindestens zwei Mitarbeiter des Unternehmens getötet worden, als es nach einem Brand an einer Rohrleitung des Hafens zu der Explosion gekommen war. Nach Darstellung des Unternehmens war zu diesem Zeitpunkt gerade die Werksfeuerwehr zum Löschen eingetroffen. Zwei Menschen wurden zuletzt noch vermisst, sechs weitere wurden außerdem schwer verletzt.

Die Ursache ist noch völlig unklar. Umweltmessungen in der Luft und am Boden blieben zunächst unauffällig. Eine Wolke aus Rauch und Ruß zog über Teile von Ludwigshafen und dem benachbarten Mannheim hinweg. Anwohner wurden deshalb aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Auslöser weiter unklar

Aus Sicherheitsgründen fuhr die BASF nach der Explosion insgesamt 14 Produktionsanlagen herunter. Zwischen dem Landeshafen Nord und dem Rhein wurden Wassersperren errichtet. In dem Binnenhafen des Chemiekonzerns werden Flüssiggase, aber auch brennbare Flüssigkeiten verladen.

Am Montag fanden nach BASF-Angaben Arbeiten auf dem Gelände statt, es war anfangs aber unklar, ob auch am späteren Explosionsort. Das Unternehmen konnte anfangs keine Angaben dazu machen, welcher Stoff das Feuer und die Explosion ausgelöst hatte. Die wirtschaftlichen Folgen und die Schadenshöhe sind ebenfalls noch völlig unklar.

Flammen steigen am 17.10.2016 in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) auf dem Gelände des Chemiekonzerns BASF auf. Quelle: dpa

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit unter schwierigsten Bedingungen. Die Landesregierung stehe an der Seite der Betroffenen: „In Gedanken bin ich bei den Angehörigen des Todesopfers und den bangenden Familien der Vermissten“, sagte Dreyer.

Die Koalitionsfraktionen im Mainzer Landtag kündigten eine Sondersitzung an. Die zuständigen Ausschüsse sollten darüber beraten, wie es zu dem Vorfall kam und welche Folgen sie für Menschen und Umwelt in der Region habe, teilten die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen mit.

Blick auf die Unglücksstelle im Landeshafen Nord in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz). Quelle: dpa

Von RND/dpa/afp