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13:47 13.12.2017
Ein Mitarbeiter des Paketdienstleisters DHL mit einem Paket auf dem Weg zum Kunden. Quelle: Oliver Berg/dpa
Hannover

 Wer online etwas bestellt hat, kann inzwischen ganz einfach im Internet verfolgen, wo sich seine Lieferung gerade befindet. Doch was kann man tun, wenn das Paket nicht ankommt? Darf der Zusteller das Paket eigentlich einfach beim Nachbarn abgeben? Und welche Regeln gelten für die Benachrichtigungskarte?

Dürfen Zusteller das Paket beim Nachbarn abgeben?

Zusteller dürfen ein Paket beim Nachbarn abgeben, heißt es auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Das ist so in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) festgelegt. Es gebe auch keine gesetzliche Einschränkung, wie weit der Nachbar entfernt wohnen darf. 

Verbraucher können mit Zustellern generell vereinbaren, was mit dem Paket passiert, wenn es nicht zustellbar ist, zum Beispiel dass es bei einer Packstation hinterlegt werden soll. Ebenso kann man mit dem Verkäufer abstimmen, dass ein Paket eigenhändig übergeben werden soll, dann darf es nicht beim Nachbarn hinterlegt werden.

Grundsätzlich gilt: Paketzusteller dürfen Pakete nicht einfach vor der Haustür, im Treppenhaus oder in der Garage abstellen – es sei denn, es liegt eine schriftliche Zustimmung vor. 

Muss der Zusteller eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten werfen?

Ja. Es ist nur ausnahmsweise erlaubt, die Karte an die Tür zu kleben, wenn es keinen Briefkasten gibt oder dieser nicht zugänglich ist. 

Muss der Nachbar das Paket annehmen?

Nein, Nachbarn dürfen die Annahme verweigern. Ist das Paket sichtlich beschädigt, ist es sogar zu empfehlen, auf die Annahme zu verzichten.

Was tun, wenn das Paket beschädigt ist?

Kunden, die bei der Paketannahme offensichtliche Schäden entdecken, sollten das gleich auf dem Scannergerät des Zustellers vermerken, zum Beispiel als „Paket beschädigt“.  Denn mit der Unterschrift quittiert man nicht nur den Empfang, sondern auch die ordnungsgemäße Lieferung zum Zeitpunkt der Übergabe.

Was tun, wenn das Paket beim Versand verloren geht?

Kunden, deren bestellte Ware auf dem Postweg verloren gegangen ist, sollten sich an den Händler wenden. Er trägt die sogenannte Transportgefahr und ist zur Erstattung des Kaufpreises verpflichtet.

Wenn das Paket beim Rückversand verloren geht, ist ebenfalls der Online-Händler der richtige Ansprechpartner. Allerdings ist der Verbraucher in der Pflicht, die korrekte Absendung auch nachzuweisen. Kunden sollten den Einlieferungsbeleg also gut aufheben.

Von ewo/HAZ/RND

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