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Panorama Strand auf Wangerooge wird wieder aufgeschüttet
Mehr Welt Panorama Strand auf Wangerooge wird wieder aufgeschüttet
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11:32 30.10.2017
Abbruchkante im Mittelfeld des Bade- und Burgenstrandes auf Wangerooge. Quelle: dpa
Wangerooge

Der Sand am Bade- und Burgenstrand sei zu 80 Prozent verschwunden, sagte Insel-Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos). Wegen der meterhohen Abbruchkante mussten zwei Strandübergänge gesperrt werden. Der Lokalpolitiker fühlt sich alleingelassen. „Wir warnen seit Jahren, aber Land und Bund schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu“, kritisierte Lindner. Den Bade- und Burgenstrand habe die Gemeinde vom Bund gepachtet und müsse jetzt auch für die Kosten aufkommen, wieder Sand aufzuschütten.

Der bei der Sturmflut weggespülte Strand soll erst im Frühjahr wieder aufgeschüttet werden. „Wir befinden uns mitten in der Sturmflutsaison“, sagte der stellvertretende Kurdirektor Christian Pollmann am Montag. Deshalb mache es keinen Sinn, die Schäden von Sturmtief „Herwart“ sofort auszubessern.

Tote, Verletzte und erhebliche Schäden hat das Sturmtief „Herwart“ am Wochenende in Europa hinterlassen. Vor allem in Norddeutschland wütet das Sturmtief.

Er schätzt, dass im Frühjahr mindestens 80 000 Kubikmeter Sand aufgeschüttet werden müssen. Die Kosten beziffert er auf 400.000 Euro. Die Touristen sollen bis dahin trotz der vier Meter tiefen Abbruchkante ans Meer gehen können. „Wir sind gerade dabei, das so herzurichten.“

Winterstürme und Sturmfluten hatten im vergangenen Jahr immer wieder an der ostfriesischen Insel genagt. Besonders schlimm hatte es zum Jahreswechsel den Hauptstrand von Wangerooge erwischt: Dort gingen rund 90.000 Kubikmeter Sand verloren, vor der Promenade entstanden große Löcher. Die Reparaturkosten bezifferte die Gemeinde damals auf rund 400.000 Euro.

Sturm "Herwart" war am Sonntag mit Orkanböen über den Norden hinweggefegt. Ein Mensch kam dabei in Niedersachsen ums Leben. Zudem wurde der Zugverkehr flächendeckend eingestellt. 

dpa/frs

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