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Panorama Videoabend gerät außer Kontrolle
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15:06 14.07.2015
Ungebetene Gäste bei einer Privatparty haben einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Quelle: dpa (Symbolbild)
Lerbeck

Gegen 23.25 Uhr klingelte auf der Einsatzleitstelle der Polizei in Minden der Notruf. Die Anruferin berichtete den Beamten, dass es vor ihrem Wohnhaus zu Streitigkeiten zwischen Partygästen und Unbekannten gekommen sei. Daraufhin entsendete die Leitstelle einen Streifenwagen zum Ereignisort.

Bereits als die Beamten in die Zieladresse einfuhren, begegnete ihnen eine Gruppe von rund 20 bis 30 Personen. Während einige von ihnen flüchteten, gaben Zeugen an, dass auf der Privatfeier ungebetene Gäste aufgetaucht seien. Diese sollten vermutlich von Unbekannten über Facebook und WhatsApp von der Veranstaltung erfahren haben. Als sich die Streifenwagenbesatzung weiter der Wohnanschrift näherte, stand ihnen eine Gruppe von rund 80 bis 100 Personen gegenüber.

Diese rotteten sich nach Polizeiangaben sofort zusammen, manche zogen ihre T-Shirts vors Gesicht oder die Kapuzen ihrer Pullis über den Kopf. Anschließend flogen aus der Menschenmenge Glasflaschen und Böller in Richtung der Beamten. So konzentrierten sich die Polizisten auf den Schutz der zuerst angetroffenen kleineren Gruppe und forderte Verstärkung an.

Mithilfe von sieben weiteren Streifenwagenbesatzungen und zwei Diensthundeführern konnten die Einsatzkräfte die Situation unter Kontrolle bringen. Auch dabei wurden sie mit Flaschen beworfen und rüde beschimpft, sodass die Beamten auch Pfefferspray einsetzten. Hierbei flüchteten einige durch anliegende Gärten. Einen Großteil konnte die Polizei allerdings stellen.Um die Personalien der 14- bis 22-Jährigen festzustellen, wurden weitere fünf Streifenwagenbesatzungen angefordert.

Insgesamt sprachen die Beamten 51 Platzverweise gegen Personen aus den Bereichen Porta Westfalica, Minden, Rinteln, Bückeburg, Löhne und Bünde aus. Vier Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren mussten von ihren Eltern auf der Polizeiwache Minden abgeholt werden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden weder Polizeibeamte noch Randalierer verletzt. Die genauen Hintergründe des Tumults müssen nun ermittelt werden. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem Umgang mit den sozialen Medien. „Ein unkontrolliertes Versenden oder Teilen von Nachrichten kann mit ungeahnten Folgen im Chaos enden“, heißt es in der Mitteilung.

vin

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