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Panorama Verletztes Wildschwein wütet in Kellerwohnung
Mehr Welt Panorama Verletztes Wildschwein wütet in Kellerwohnung
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15:17 27.12.2015
Quelle: privat
Haste

Als Julia Menzel (Name geändert) nach einem Ausflug die Tür zu ihrer Kellerwohnung öffnet, beginnt sie zu schreien, dann bricht sie in Tränen aus. Ihre Eltern eilen herbei und erblicken ein Bild des Grauens: Blut klebt an den Wänden, an den Möbeln und auf dem Fußboden. Überall liegen Scherben herum, die Möbel sind kreuz und quer in den Räumen verteilt. Die Menzels rufen sofort die Polizei - sie ahnen Schlimmes. Wer den Keller in ihrem Haus am Haster Waldrand so zugerichtet hat, kann sich die Familie nicht erklären. Sie selbst wagen es nicht, die Räume näher zu inspizieren, befürchten sie doch, dass dort irgendwo ein verletzter oder sogar toter Mensch liegt.

Als die Polizisten eintreffen, erschrecken auch sie. Doch im Keller finden sie nichts. Ein zerborstenes Fenster gibt zumindest Aufschluss darüber, wie der oder die Eindringlinge ins Haus und wieder heraus gelangten. Draußen entdeckt einer der Beamten einen Kothaufen, den er einem Wildschwein zuordnet. Am Fenster entdecken die Polizisten Haare, die passen.

Hinweise auf frei laufende Tiere 

Zunächst atmen die Menzels auf - eine menschliche Tragödie scheint sich in ihrem Haus nicht abgespielt zu haben. Doch vor allem die 23-jährige Julia steht unter Schock - auch Tage danach hat sie das Erlebnis noch nicht verarbeitet. Aufgrund der Spuren geht die Polizei davon aus, dass ein verletztes Wildschwein im Keller gewütet hat. „Es gab mehrere Hinweise auf frei laufende Tiere an diesem Tag“, erklärt Kommissariatsleiter Michael Andreas Meier. Außerdem habe es in der Gegend einen Wildunfall gegeben. Die Beamten beziffern den Schaden auf etwa 7000 Euro. Nach Informationen der Redaktion trieb sich am selben Nachmittag auch ein Wildschwein auf einem Spielplatz in Haste herum.

Die Niedersächsischen Landesforsten hatten an jenem Tag eine Treibjagd im Haster Wald organisiert. Doch Stefan Fenner, Betriebsleiter der Landesforsten, sagt, der Vorfall müsse damit nicht in Zusammenhang stehen. „Es passiert oft, dass Wildschweine in Siedlungen laufen. Und wenn sie nicht wieder herausfinden, geraten sie in Panik“, so Fenner. Die Menzels und ihre Nachbarn haben aber noch nie Wildschweine im Garten gesichtet.

Für die Familie reißen die Hiobsbotschaften nicht ab. Denn mittlerweile hat die Versicherung erklärt, dass sie für den Schaden nicht aufkommt. Und da Wild keinen Halter hat, kommt auch kein Haftpflichtschutz infrage. Ob das verletzte Tier gefunden wurde, ist nicht bekannt.

Von Jan Schaumburg und Guido Scholl

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