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Björn Köhler möchte wieder Mathematik und Physik unterrichten 

Lehrermangel in Niedersachsen Björn Köhler möchte wieder Mathematik und Physik unterrichten 

Seit mehr als zehn Jahren unterrichtet Björn Köhler an allgemeinbildenden Schulen Mathematik und Physik. Nun sucht der Mann, der sechs Jahre in Mecklenburg-Vorpommern gearbeitet hat, einen Job in Niedersachsen – bislang aber vergeblich, trotz des Lehrermangels.

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Will endlich wieder als Mathe- und Physiklehrer arbeiten: Björn Köhler protestiert vor dem Landtag in Hannover.

Quelle: Saskia Döhner

Hannover/Celle.  Seit mehr als zehn Jahren unterrichtet Björn Köhler (58) an allgemeinbildenden Schulen Mathematik und Physik, hatte einen Lehrauftrag an der Hochschule, in seinen Lernvideos bei Youtube erklärt er zahlreichen Schülern komplizierte Formeln anschaulich und bekommt dafür viel Lob. „Ein Pädagoge braucht nur Güte und Konsequenz und muss in der Sprache der Schüler sprechen“, sagt er.

Im vergangenen August hat Köhler in Mecklenburg-Vorpommern seine Lehrbefähigung erhalten. Als er nach sechs Jahren Fernbeziehung wieder nach Winser/Aller (Kreis Celle) wechseln wollte, schien das eine reine Formsache. In Niedersachsen werden Pädagogen, gerade in naturwissenschaftlichen Fächern, dringend gesucht. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) beteuert immer wieder, er sei froh über jeden Lehrer, den er einstellen könne. 

So richtig mag Köhler das nicht mehr glauben. Obwohl ihm schon eine Stelle an einer Berufsbildenden Schule in Celle sicher schien, bekam er eine Absage, auch mehr als 20 weitere Vorstellungsgespräche an anderen Standorten blieben ohne Erfolg. Wieso er in Mecklenburg-Vorpommern als Quereinsteiger ohne Referendariat, aber mit viel Praxiserfahrung an Schulen unterrichten darf, in Niedersachsen aber nicht, leuchtet dem studierten Ingenieur für Flugzeugtechnik nicht ein. Die Landesschulbehörde habe auf seine Nachfragen über Monate nicht reagiert, sagt er. „Einfach nichts zu hören, das ist das Schlimmste.“

Im Januar stellte sich Köhler mit einem Protestschild vor das Kultusministerium, am Donnerstag bezog er vor dem Landtag Stellung. „Ich mache weiter, bis ich einen Job habe“, betont er. Inzwischen hat er sich auch eine Anwältin genommen. Das Kultusministerium will zu dem Fall nichts sagen. Da laufe ein Rechtsstreit, dazu äußere man sich nicht, teilte ein Sprecher mit.

Von Saskia Döhner

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