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10:00 06.11.2017
Der Philologenverband will die Schullaufbahnempfehlung für Viertklässler zurück. Quelle: Roland Holschneider
Goslar

  „Wir fordern, dass die künftige Landesregierung die Laufbahnempfehlung wieder einführt“, sagte der Vorsitzende Horst Audritz im Vorfeld des Philologentags 2017, der am Dienstag in Goslar beginnt. Die derzeitigen Beratungsgespräche seien „reine Augenwischerei“ und ohne konkrete Schullaufbahn-Empfehlung überflüssig.

 Ohne Empfehlung landeten mittlerweile viele Kinder an einer falschen Schule, für die sich nicht geeignet seien, sagte Audritz.

„Es ist Realität, dass Kinder das Gymnasium besuchen, die eher für eine Realschule oder eine Hauptschule geeignet sind.“ Das Problem: Selbst wenn zweifelsfrei feststehe, dass ein Kind überfordert ist, dürfe das Gymnasium keine Entscheidung zum Wohl dieses Kindes treffen. Es bleibe nur die Möglichkeit, den Eltern zur raten, für dieses Kind eine andere Schullaufbahn zu wählen. Im übrigen zeigten die Gespräche mit den meisten Eltern, dass diese eine Empfehlung für ihre Kinder wünschten. „Und da müssen Lehrkräfte Farbe bekennen. Man darf diese Verantwortung nicht einfach auf die Eltern abschieben“, sagte Audritz.

 Die CDU, die möglicherweise künftig mit der SPD eine Große Koalition bilden wird, hatte im Wahlkampf propagiert, die Schullaufbahn-Empfehlung beim Übergang von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen wieder einführen. Die SPD hatte sie gemeinsam mit den Grünen abgeschafft.

 Neben der Wiedereinführung der Empfehlung forderte der Philologen­ Vorsitzende eine grundsätzliche Kurskorrektur in der Ausrichtung der Schulen. „Wir brauchen wieder ein Bekenntnis zu Leistung, zu Noten und zur Versetzung“, sagte Audritz. Er plädierte zudem erneut für den Erhalt der Förderschulen. Sein Verband sei zwar nicht grundsätzlich gegen Inklusion. Die Auflösung der Förderschulen solle aber gestoppt werden, weil die für das Kindeswohl bestmögliche Förderung dort oft besser möglich sei als an allgemeinbildenden Schulen.

 Der Philologen-Vorsitzende verlangte zudem eine Anhebung der Gehälter für alle Lehrkräfte in Niedersachsen. Allerdings müsse es bei einer Differenzierung bleiben. „Wenn Lehrkräfte an Grund- und Hauptschulen nach Besoldungsstufe A 13 (bisher A l2) bezahlt werden, wie es zuletzt der Schulleiterverband forderte, sollten alle Gymnasiallehrer mindestens A 14 bekommen.

 Beim Philologentag in Goslar werden sich die mehr als 350 Delegierten bis zum Mittwoch mit rund 700 Anträgen befassen. Dem vor 70 Jahren gegründeten Verband gehören mehr als 8000 Lehrkräfte an, die vorwiegend an den etwa 260 staatlichen und privaten Gymnasien in Niedersachsen unterrichten, aber auch an Gesamtschulen, Oberschulen und Studienseminaren tätig sind.

 

Von lni

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