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Panorama Untersuchungen nach Lastwagen-Brand im Elbtunnel
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14:31 01.04.2011
Der brennende Sattelzug hatte am Donnerstag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Quelle: dpa

Nach dem Lkw-Brand im stark befahrenen Hamburger Elbtunnel bleibt die betroffene vierte Röhre vorerst geschlossen. Am Freitag gab es zwar bereits erste Reparaturarbeiten an Asphalt und Beton des Autobahntunnels, wie Helma Krstanoski von der Hamburger Stadtentwicklungsbehörde sagte. Wann der Verkehr wieder durch die Röhre rollen kann, blieb aber zunächst unklar. Autofahrer müssen daher weiter mit langen Staus rechnen.

Am Freitag stand der Verkehr erneut in beiden Richtungen auf mehreren Kilometern Länge still. Nur zwei der vier Elbtunnelröhren waren in Betrieb. Das Teilstück der Autobahn 7 (Hannover-Flensburg) gilt ohnehin als Verkehrsengpass. „Im Innenstadtbereich läuft es aber ganz gut“, sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin.

Fachleute untersuchten am Freitag, welche Schäden Hitze und Rauch in der Röhre angerichtet haben. „Es muss genau erfasst werden, was eigentlich kaputt ist - etwa die Elektrik, der Asphalt, das Bauwerk an sich“, betonte Krstanoski. „Erst dann können wir sagen, wie lange die Reparaturarbeiten dauern werden.“ Anfang der Woche könnte darüber Klarheit herrschen.

Weil die dritte Röhre derzeit sicherheitstechnisch aufgerüstet wird, seien die Fachfirmen bereits vor Ort, sagte Krstanoski. „Das ist ein Glücksfall, dass wir die nicht erst ranholen müssen.“

Die Zugmaschine eines mit 28 Tonnen Weizen beladenen Gespanns war am Donnerstag etwa in der Mitte des mehr als drei Kilometer langen Tunnels in Flammen aufgegangen. Der Brand war im Motorraum ausgebrochen. „Wir gehen fest von einem technischen Defekt aus“, berichtete Schöpflin.

Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Zunächst waren die Beamten von zwei Verletzten ausgegangen. Mindestens 129 Menschen, die in Fahrzeugen in der Röhre festsaßen, wurden in Sicherheit gebracht. Sie konnten etwa anderthalb Stunden nach Ausbruch des Brandes wieder zurück zu ihren Autos.

Der 71 Jahre alte Lkw-Fahrer hatte sich selbst retten können. Er war mit seiner Weizenladung von Wesselburen (Kreis Dithmarschen) nach Hamburg-Wilhelmsburg unterwegs, als im Elbtunnel plötzlich die gesamte Lkw-Elektronik ausfiel - und Flammen aus dem Fahrzeug schlugen. Das Wrack des Sattelzugs wurde inzwischen geborgen.

„Wir können alle nur froh sein, dass das so glimpflich ausgegangen ist“, sagte Krstanoski. Das Sicherheitskonzept habe gegriffen. Die betroffene vierte - und jüngste - Röhre war im Jahr 2002 eröffnet worden. Der Elbtunnel ist seit 1975 in Betrieb.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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