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Panorama Unternehmen bekommt haufenweise Drogen per Post geschickt
Mehr Welt Panorama Unternehmen bekommt haufenweise Drogen per Post geschickt
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00:17 02.02.2018
In Postsendungen wie diesen bekommt das Unternehmen vor allem Kokain geschickt – bestellt haben es andere im Internet. Quelle: Privat
Nordhorn

 Etwa 30 solcher Briefe sind in den vergangenen Wochen bei dem Unternehmen aus Nordhorn eingetroffen. Die Briefe sind nicht an die Firma adressiert – sie kommen dort aber an, weil sie den eigentlichen Empfängern nicht zugestellt werden konnten. Sie gelangen dann auf einem Umweg nach Nordhorn, weil das Unternehmen angeblich der Absender der brisanten Fracht ist. 

Dahinter steckt offenbar eine Masche von Drogenhändlern im sogenannten Darknet, ein abgeschirmter und schwer zugänglicher Teil des Internets. Das Zollfahndungsamt Essen vermutet, dass Dealer im Internet die Adresse des Unternehmens und weiterer Firmen aus der Grafschaft Bentheim benutzen, um ihre Geschäfte zu verschleiern. Mit einer seriösen Firma als Absender sollen die Briefe weniger auffallen, sagte Ruth Haliti vom Essener Zollfahndungsamt den „Grafschafter Nachrichten“. Der Geschäftsführer des Unternehmens hatte sich an die Zeitung gewandt. Er will unerkannt bleiben, weil er um den guten Ruf der Firma fürchtet. 

Dealer verstecken sich hinter seriösen Unternehmen

Offenbar nehmen die Drogenhändler in Kauf, dass ein Teil ihrer Ware nicht ankommt und so Drogenfahndern in die Hände fällt. Darum, vermuten die Fahnder, verstecken sich die wahren Absender hinter mehreren solcher „Tarnfirmen“ als Absender. Damit soll offenbar auch vermieden werden, dass unzustellbare Lieferungen gehäuft in nur einem Briefzentrum auflaufen und dort eventuell schneller auffallen. Die Sendungen gehen offenbar in die ganze Welt. Bei dem Unternehmer in Nordhorn sind schon Kokainbriefe angekommen, die an Empfänger in Österreich, den USA und Kanada adressiert waren. Der zuständigen Polizeiinspektion Emsland sind nach Angaben eines Sprechers Hunderte solcher fehlgeleiteten Sendungen bekannt.

Täter sitzen in den Niederlanden

Der Zoll vermutet hinter den Absendern Täter aus den Niederlanden, die über die Grenze kommen und ihre Post in Deutschland in Briefkästen werfen. Viele der Sendungen an den Nordhorner Unternehmer wurden in Greven in Nordrhein-Westfalen abgeschickt. 

Im November hat das Bundeskriminalamt die Mitglieder eines deutsch-niederländischen Händlerrings auffliegen lassen. In Bocholt (Nordrhein-Westfalen) wurde ein 29-jähriger Deutscher auf frischer Tat festgenommen, als er Drogen in Briefen versenden wollte. Er und seine Mittäter hatten über das Darknet Ecstasy, Marihuana, Kokain, Amphetamin und Heroin verkauft und mit der Post an Kunden in Deutschland verschickt. Um die Bestellungen bei der Post aufzugeben, fuhren die Dealer den Ermittlungen zufolge täglich nach Deutschland. In mehreren Wohnungen in den Niederlanden wurden nach Angaben des Bundeskriminalamts 75 Kilogramm Drogen und 400.000 Euro sichergestellt. 

Von Karl Doeleke

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