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Panorama United Airlines droht Millionen-Klage
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16:14 13.04.2017
Um Platz im Flugzeug zu schaffen, hat die US-Airline United Airlines zu drastischen Maßnahmen gegriffen. Quelle: Audra D. Bridges/AP/dpa
Chicago

Nach dem gewaltsamen Rauswurf eines Passagiers aus einer abflugbereiten Maschine und der weltweiten Empörung über den Vorfall, droht der US-Fluggesellschaft United Airlines eine Millionen-Klage. Die Anwälte des 69-jährigen Passagiers haben die Grundlagen für eine Klage gelegt.

Vor einem US-Gericht forderten sie die Sicherung von relevanten Dokumenten und Überwachungsvideos. Dazu gehören auch Passagierlisten und Tonaufnahmen aus dem Cockpit. Zudem kündigten sie eine Pressekonferenz an. Eine Klage wurde zunächst noch nicht eingereicht.

Opfer blutete nach Attacke aus dem Mund

Der 69-jährige Passagier hat sich in einem Krankenhaus behandeln lassen. Er hatte sich geweigert, ein überbuchtes Flugzeug von United Airlines in Chicago zu verlassen und wurde danach von drei Polizisten brutal aus der Maschine gezerrt.

Der Fall hatte weltweit für Empörung gesorgt – auch weil mehrere Fluggäste die Attacke gefilmt hatten. Auf den Videos war auch zu sehen, dass das Opfer nach dem Vorfall aus dem Mund blutete.

Zwei Flughafenpolizisten waren am Mittwoch beurlaubt worden, wie die Luftfahrtbehörde Chicagos bekanntgab. Ein weiterer Polizist war bereits am vergangenen Sonntag vorübergehend vom Dienst freigestellt worden.

Auch United Airlines reagiert: Die Fluggesellschaft hat angekündigt, keine Polizisten mehr einzusetzen, um Passagiere aus voll besetzten Flügen bringen zu lassen. United Airlines wolle zudem allen Passagieren, die sich an Bord befanden, eine Entschädigung zahlen. Das Unternehmen würde die Handhabe, Fluggäste von überbuchten Flügen auszuschließen, überprüfen, sagte United-Geschäftsführer Oscar Munoz.

„Sowas wird nie wieder auf einem Flug von United passieren“

Er habe sich sehr geschämt, die Videos von dem Vorfall zu sehen, sagte Munoz einem US-TV-Sender. Er entschuldigte sich erneut bei dem Mann, dessen Familie und anderen Passagieren. „Sowas wird nie wieder auf einem Flug von United passieren. Das ist mein Versprechen.“

Die Fluggesellschaft hatte den Flug von Chicago nach Louisville im US-Staat Kentucky überbucht und benötigte vier freie Sitze für Crew-Mitglieder. Nachdem aber keiner der Fluggäste auf das Angebot, einen späteren Flug zu nehmen - und dafür eine Prämie und eine Nacht im Hotel bezahlt zu bekommen - eingehen wollte, wurden per Zufall Passagiere ausgesucht. Drei der Ausgesuchten verließen das Flugzeug, der Vierte weigerte sich jedoch.

Der Vorfall hatte zu einer Debatte über die gängige Praxis von Fluggesellschaften geführt, Flüge bewusst zu überbuchen. Dies sei „ein gültiger geschäftlicher Vorgang“, sagte der Geschäftsführer der US-Fluglinie Delta Air Lines, Ed Bastian. Er denke nicht, dass es weiterer gesetzlicher Vorschriften dafür bedürfe. „Der Schlüssel liegt darin, das zu regeln, bevor das Boarding beginnt.“

US-Bundesgesetze erlauben Fluggesellschaften mehr Tickets als Sitzplätze zu verkaufen, da angenommen wird, dass manche Passagiere den Flug nicht antreten.

Von RND/dpa/zys

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