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Panorama Richter wird Opfer von Messerattacke
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00:16 23.04.2016
Von Karl Doeleke
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hildesheim

Ein Richter aus Borsum bei Hildesheim ist Opfer eines heimtückischen Messerangriffs geworden. Das 60 Jahre alte Mitglied einer der fünf Wirtschaftsstrafkammern am Landgericht Hildesheim wurde am Dienstagnachmittag mit einem Dolch in den Rücken gestochen, wie die Staatsanwaltschaft in Hildesheim am Mittwoch bestätigte. Der Strafrichter wurde operiert und befindet sich nach Angaben des Hildesheimer Oberstaatsanwalts Christian Gottfriedsen nicht in Lebensgefahr. „Sein Zustand ist stabil.“ Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Mehr als 20 Beamte fahnden nach dem Täter, der zu Fuß flüchtete.

Der Angriff auf den Juristen ist rätselhaft. Der Richter befand sich am Dienstagnachmittag nach der Arbeit mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause. Auf halber Strecke zwischen Hildesheim und Borsum überholte er auf freiem Feld einen Fußgänger, als er plötzlich einen starken Schmerz im Rücken spürte – der 60-Jährige konnte noch selbst den Notruf alarmieren. Rettungskräfte und Polizei fanden den Richter an der beschriebenen Stelle etwa 100 Meter hinter einer Brücke über die Autobahn 7 bei Drispenstedt. Ein Rettungswagen brachte den Richter in ein Hildesheimer Krankenhaus. Das Messer blieb bis dahin im Rücken stecken. Die Polizei veröffentlichte am Mittwoch ein Foto der Waffe: ein auffälliges Messer mit einer 20 Zentimeter langen, gebogenen Klinge und einem Pferdekopf als Griff.

Die Hildesheimer Staatsanwaltschaft prüft nun, ob der Angriff mit der Tätigkeit des 60-Jährigen als Richter zusammenhängt. „Wir sehen derzeit aber keinen Bezug“, sagte Oberstaatsanwalt Gottfriedsen. „Derzeit ist nichts erkennbar, was Angeklagte aus vergangenen Verfahren zu so einer Tat motivieren könnte.“

Der Präsident des Niedersächsischen Richterbundes erklärte, gerade in diesem Fall sei es von besonderer Bedeutung, das Motiv der Tat zu erforschen. „Ein möglicher dienstlicher Zusammenhang muss in jedem Fall aufgeklärt werden“, sagte Frank Bornemann, der Richter am Oberlandesgericht in Celle ist. „Die Art und Weise des Vorgehens und das bei der Tat verwendete Messer zeugen von einer äußerst brutalen Tat.“ Ein Sprecher des Landgerichts wollte sich mit Hinweis auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht äußern.

Den mutmaßlichen Täter konnte der 60-Jährige nur vage beschreiben. Er soll zwischen 20 und 40 Jahre alt sein und ein orientalisches oder südeuropäisches Aussehen haben, gab er der Polizei an.

Der Mann sei mit einer schwarzen oder dunklen Nylonjacke bekleidet gewesen. In welche Richtung der Täter flüchtete, konnte der Richter nicht sagen.

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